Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Anamnese
Morbus Crohn

Die Anamnese (Krankengeschichte) stellt einen wichtigen Baustein in der Diagnostik des Morbus Crohn dar.

Familienanamnese

  • Gibt es in Ihrer Familie häufig Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes?

Soziale Anamnese

  • Gibt es Hinweise auf psychosoziale Belastungen oder Belastungen auf Grund Ihrer familiären Situation?

Aktuelle Anamnese/Systemanamnese (somatische und psychische Beschwerden)

  • Haben Sie Schmerzen im rechten Unterbauch?
  • Haben Sie schleimige oder blutige Durchfälle?
  • Haben Sie Schmerzen beim Stuhlgang?
  • Haben Sie eine erhöhte Stuhlfrequenz?
    • Wie hoch ist die Anzahl flüssiger Stuhlgänge innerhalb einer Woche?
  • Leiden Sie unter vermehrtem Stuhldrang?
  • Müssen Sie nachts zum Stuhlgang aufstehen?
  • Fühlen Sie sich nach dem Stuhlgang nicht vollständig entleert?
  • Haben Sie/ Hatten Sie in letzter Zeit Fieber?
  • Fühlen Sie sich abgeschlagen und müde?
  • Leiden Sie unter Übelkeit und Erbrechen?
  • Haben Sie in der letzten Zeit einen Gewichtsverlust feststellen können?
  • Haben Sie vermehrt Gelenkschmerzen?
  • Haben Sie Hautveränderungen wie Rotfärbung oder Geschwürbildung bemerkt?
  • Haben Sie Augenerkrankungen wie Entzündungen festgestellt?

Vegetative Anamnese inkl. Ernährungsanamnese

  • Geben Sie bitte uns Ihr Körpergewicht (in kg) und Ihre Körpergröße (in cm) an.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen?
    • Haben Sie sich arm an komplexen Kohlenhydraten (Getreidekörner und -flocken, Vollkornbrot, Kartoffeln, Hülsenfrüchte etc.) und Ballaststoffen bzw. reich an raffinierten Kohlenhydraten (weißer Zucker, Weißmehlprodukte) ernährt?
  • Hat sich Ihr Appetit verändert?
  • Haben sich der Stuhlgang und/oder das Wasserlassen verändert? In Menge, Konsistenz, Beimengungen?
  • Rauchen Sie? Wenn ja, wie viele Zigaretten, Zigarren oder Pfeifen pro Tag?
  • Trinken Sie Alkohol? Wenn ja, welches Getränk bzw. welche Getränke und wie viele Gläser pro Tag?
  • Nehmen Sie Drogen? Wenn ja, welche Drogen und wie häufig pro Tag bzw. pro Woche?

Eigenanamnese

  • Vorerkrankungen (Magen-Darm-Erkrankungen)
  • Operationen
  • Allergien
  • Umweltanamnese (Einfluss von Bakterien, Viren sowie Schadstoffen, die zu Infektionen sowie Entzündungen der Darmschleimhaut führen)

Medikamentenanamnese

  • Wiederholter und früher Einsatz von Antibiotika, insbesondere solchen mit einem breiten Wirkungsspektrum [2]
  • Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR)
  • TNF-Blocker (Biologika, die den Tumornekrosefaktor alpha neutralisieren): Etanercept: adjustierte Hazard Ratio von 2,0 (95-%-Konfidenzintervall 1,4 bis 2,8); für Infliximab und Adalimumab war kein erhöhtes Risiko nachweisbar [1].

Literatur

  1. Korzenik J et al.: Increased risk of developing Crohn’s disease or ulcerative colitis in 17 018 patients while under treatment with anti‐TNFα agents, particularly etanercept, for autoimmune diseases other than inflammatory bowel disease. Aliment Pharmacol Ther. 2019 Jul 2. doi: 10.1111/apt.15370.
  2. Nguyen LH et al.: Antibiotic use and the development of inflammatory bowel disease: a national case-control study in Sweden. Lancet Gastroenterology & Hepatology August 17, 2020 doi:https://doi.org/10.1016/S2468-1253(20)30267-3
     
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