Bei 50-70 % aller Spontanaborte liegen chromosomale Störungen des Embryos beziehungsweise Feten vor. Oder es liegt ein Windei – fehlentwickeltes Ei ohne Embryoanlage – vor.
Biographische – unveränderbare – Risikofaktoren
- Höheres Alter der Frau – ab einem Alter von 40 Jahren nimmt die Häufigkeit von Chromosomenstörungen um mehr als das Zehnfache zu
- Genetische Anomalien – " Fehler" auf den Chromosomen wie beispielsweise bei der Trisomie, wo ein Chromosom dreimal anstatt normalerweise zweimal vorhanden ist
- Veränderungen/ Anomalien der Spermien – der Samenzellen
- Anomalien der Genitale der Frau wie beispielsweise Fehlbildungen der Gebärmutter
Modifizierbare – durch das Verhalten veränderbare – Risikofaktoren
- Alkoholkonsum
- Nikotinabhängigkeit
- Stress
- Pränataldiagnostik – Diagnostik auf mögliche Erkrankungen des Kindes im Mutterleib mittels Amniozentese – Fruchtwasserpunktion – oder Nabenschnurpunktion
Behandelbare Risikofaktoren – Erkrankungen
- Hormonelle Störungen wie beispielsweise die Corpus-luteum-Insuffizienz – unzureichende Produktion des Gelbkörper-Hormons, welches die Aufgabe hat die Schwangerschaft aufrecht zu erhalten
- Immunologische Störungen
- Infektionen vor allem mit den Erregern Chlamydia trachomatis, Toxoplasma gondii, Zytomegalie-Virus
- Endokrine Störungen wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
- Anämie (Blutarmut)
- Trauma (Verletzungen)
- Konsumierende Erkrankungen – zehrende Erkrankungen wie beispielsweise Krebs oder Tuberkulose
Medikamente
- Impfungen mit Lebendimpfstoffen wie gegen Masern, Mumps, Röteln, Gelbfieber, Varizellen – Windpocken – sollten in der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden
- Antibiotika – Medikamente wie beispielsweise Tetracycline, Lincosamide oder Aminoglykoside zur Behandlung bakterieller Infektionen
- Zytostatika – Medikamente wie beispielsweise Cyclophosphamid oder Methotrexat zur Bekämpfung von Krebserkrankungen können durch ihre Teratogenität – fruchtschädigende Wirkung – zu Aborten führen
- Bestrahlung bei Tumorerkrankungen
- Röntgenstrahlen in der Diagnostik
Umweltbelastungen – Intoxikationen
- Beruflicher Kontakt mit Karzinogenen












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