Zur Prävention des Aborts muss insbesondere auf eine Reduktion der Risikofaktoren geachtet werden
Modifizierbare, das heißt beeinflussbare Risikofaktoren
- Alkoholkonsum
- Nikotinabhängigkeit
- Stress
- Pränataldiagnostik – Diagnostik auf mögliche Erkrankungen des Kindes im Mutterleib mittels Amniozentese (Fruchtwasserpunktion) oder Nabenschnurpunktion
- Zu viel Sport zu Beginn der Schwangerschaft – Schwangere Frauen, die mehr als sieben Stunden pro Woche Sport treiben, haben ein dreieinhalbfach höheres Risiko, ihr Kind zu verlieren, als Frauen, die körperliche Anstrengungen vermeiden; am gefährlichsten sind folgende Sportarten: Jogging, Ballsport oder Tennis; Schwimmen ist unbedenklich; nach der 18. Schwangerschaftswoche war kein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten mehr nachweisbar [1]
Behandelbare Erkrankungen
- Hormonelle Störungen wie beispielsweise die Corpus-luteum-Insuffizienz – unzureichende Produktion des Gelbkörper-Hormons, welches die Aufgabe hat die Schwangerschaft aufrecht zu erhalten
- Immunologische Störungen
- Infektionen vor allem mit den Erregern Chlamydia trachomatis, Toxoplasma gondii, Zytomegalie-Virus
- Endokrine Störungen wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
- Anämie (Blutarmut)
- Trauma (Verletzungen)
- Konsumierende Erkrankungen – zehrende Erkrankungen wie beispielsweise Krebs oder Tuberkulose
Umweltbelastungen, Intoxikationen
- Beruflicher Kontakt mit Karzinogenen
Unnötige Medikamenteneinnahme vermeiden
- Impfungen mit Lebendimpfstoffen wie gegen Masern, Mumps, Röteln, Gelbfieber, Varizellen – Windpocken – sollten in der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden
- Antibiotika – Medikamente wie beispielsweise Tetracycline, Lincosamide oder Aminoglykoside zur Behandlung bakterieller Infektionen
- Zytostatika – Medikamente zur Bekämpfung von Krebserkrankungen
Sonstige vermeidbare Risikofaktoren
- Röntgenstrahlen in der Diagnostik
Literatur
- Madsen M, Jørgensen T, Jensen ML, Juhl M, Olsen J, Andersen PK, Nybo Andersen AM.
Leisure time physical exercise during pregnancy and the risk of miscarriage: a study within the Danish National Birth Cohort.
BJOG. 2007 Nov;114(11):1419-26. Epub 2007 Sep 17.












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