Es gibt zwei Hauptfaktoren, die für Migräneattacken verantwortlich gemacht werden.
Das ist einmal die Vererbung über die Gene und der Einfluss von Umweltfaktoren.
Eine spezielle Form der Migräne, die familiär auftritt, wird über ein bereits entschlüsseltes Gen vererbt.
Was die genetischen Einflüsse auf die Erkrankung angeht sind die Wissenschaftler relativ sicher. Die genetische Ursache erklärt auch, warum die Erkrankung nicht heilbar ist. Lediglich die Symptome können behandelt werden. Es ist jedoch nicht möglich, die Ursache auszuschalten.
Während eines Anfalls sind sowohl die Blut- als auch die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn vermindert.
Man geht davon aus, dass ein bestimmtes Hirnareal – Hirnstamm und Mittelhirn – während eines Anfalls Äste des Trigeminus-Nerven aktiviert. Dieser Nerv führt im Bereich der Blutgefäße der Hirnhaut und am Nervengewebe zur Freisetzung von Botenstoffen, die eine schmerzhafte Entzündung verursachen.
Triggerfaktoren
Triggerfaktoren sind Umwelteinflüsse, die bei Migränepatienten einen Anfall auslösen können.Dazu zählen unter anderem
- Hormonelle Schwankungen bei Frauen während des Zyklus – wie beispielsweise prämenstruelles Abfallen des 17-Beta-Östradiol-Serumspiegels, das heißt Abfall der Östrogen-Blutspiegel vor der Regelblutung
- Ein veränderter Schlaf-Wach-Rhythmus
- Alkohol, Nikotin
- Selten bestimmte Nahrungsmittel
- Stress, emotionale Belastungen
- Schwankungen des Koffeinspiegels bei Patienten, die regelmäßig Kaffee trinken
Meist wissen die Betroffenen, welche Faktoren bei ihnen einen Anfall auslösen. Etwa 90% aller Migräne-Patienten haben Triggerfaktoren.
Eine US-amerikanische Forschergruppe [1] hat einen neuen Risikofaktor für die Entwicklung einer chronischen Migräne gefunden: Übergewicht.
Es besteht demnach ein fast linearer Zusammenhang zwischen dem Körpergewicht und der Schwere einer chronischer Migräne: Übergewichtige sind nicht häufiger von Migräne als Schlanke betroffen, aber mit steigendem BMI (Körpermassen-Index) werden die Attacken schwerer und erfolgen häufiger. Bei Normalgewichtigen (BMI 18,5 bis 24,9) berichteten vier Prozent über 10 bis 15 Kopfschmerztage pro Monat, bei Adipösen (BMI 30 bis 35) lag die Rate bei 14 Pozent, bei einem BMI über 35 betrug sie 20 Prozent.
Literatur
- Marcelo E. Bigal, MD, PhD and Richard B. Lipton, MD
Obesity is a risk factor for transformed migraine but not chronic tension-type headache
NEUROLOGY 2006;67:252-257












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