Folgende Medikamente – 1. Ordnung (Hauptindikation) – werden bei einem Migräneanfall eingesetzt
- Analgetika
- Antiemetika
- Triptane
Folgende Medikamente – 1. Ordnung (Hauptindikation) – werden zur Prophylaxe der Migräne eingesetzt
- Betablocker
- Kalziumkanalblocker
- Antiepileptika
- ASS (Acetylsalicylsäure)
- Amitriptylin (Antidepressivum)
Analgetika
Analgetika sind Schmerzmittel. Es gibt mehrere verschiedene Untergruppen, wie die NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) zu denen Ibuprofen und ASS (Azetylsalizylsäure) gehören, oder aber die Gruppe um die nichtsauren Analgetika Paracetamol und Metamizol. Sie werden alle weit verbreitet bei der Migräne eingesetzt. Bei vielen Präparaten dieser Gruppen besteht die Gefahr von Magenulzera (Magengeschwüren) bei längerer Anwendung.
Antiemetika
Antiemetika sind Medikamente, die über verschiedene Rezeptoren Übelkeit und Erbrechen blockieren. Zu den wichtigsten Medikamenten aus dieser Gruppe zählen Metoclopramid und Domperidon. Antiemetika werden bei vielen verschiedenen Erkrankungen als begleitende Therapie eingesetzt, unter anderem auch bei durch Migräne induzierter Übelkeit.
Triptane
Die Triptane wie Sumatriptan oder Zolmitriptan zählen zu den Serotonin-Rezeptoragonisten. Diese Medikamentengruppe wird zur Therapie bei Migräne eingesetzt. Da diese Medikamente vasokonstriktorisch (gefäßverengend) wirken, sind sie vor allem bei Herz-Kreislauferkrankungen wie koronaren Herzkrankheit und nach Apoplex (Schlaganfall) kontraindiziert.
Beta-Blocker
Beta-Blocker sind Medikamente gegen Hypertonie. Sie konkurrieren mit adrenergen Substanzen wie Sympathomimetika (Katecholamine und ihre Derivate) − Stoffe, die den Kreislauf stimulieren − an den Beta-Rezeptoren und führen so dazu, dass das Herz inotrop – die Schlagkraft des Herzens wird vermindert – und chronotrop – die Herzschlagabfolge wird verlangsamt – schlägt. Sie sind Medikamente der ersten Wahl bei der Prophylaxe der Migräne. Wichtigster Vertreter ist Metoprolol. Nicht eingesetzt werden dürfen sie vor allem bei einer Bradykardie (Herzfrequenz < 50 Schläge pro Minute) und beim Asthma bronchiale.
Kalziumkanalblocker
Kalziumkanalblocker verringern den Kalziumeinstrom in die Zellen des Herzens und der glatten Muskulatur. Dadurch wird die Herzarbeit und der Blutdruck gesenkt. Der für die Migräne wichtige Vertreter ist das Flunarizin. Sie gelten neben den Betablockern als Medikamente erster Wahl zur Anfallsprophylaxe.
Antiepileptika
Antiepileptika sind Medikamente wie beispielsweise die Valproinsäure, die in der Therapie epileptischer Anfälle eingesetzt werden. Bei der Migräne werden sie zur Anfallsprophylaxe eingesetzt. Sie gelten jedoch nur als Medikamente zweiter Wahl.
ASS (Acetylsalicylsäure)
ASS gehört zu den Analgetika. Es wird alle weit verbreitet bei einem Migräneanfall eingesetzt. Bei der Anfallsprophylaxe von Migräneanfällen spielt es jedoch nur eine untergeordnete Rolle.
Antidepressiva
Antidepressiva sind Medikamente wie Amitriptylin, die bei Depressionen eingesetzt werden. Bei der Migräne wird Amitriptylin zur Prophylaxe von Anfällen eingesetzt, vor allem wenn weitere Erkrankungen wie eine Depression oder zusätzliche Spannungskopfschmerzen bestehen. Es gehört zu den Medikamenten der zweiten Wahl bei der Migräne.













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