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Operation einer Nabelhernie
Nabelhernie (Hernia umbilicalis)

Bei der Nabelhernie (Hernia umbilicalis) handelt es sich um eine Form eines Eingeweidebruch, bei dem die Bruchpforte um den Nabel liegt.
Man unterscheidet angeborene, bei Säuglingen auftretende und erworbene, bei Erwachsenen auftretende Nabelbrüche. Das bevorzugte Alter liegt im sechsten Lebensjahrzehnt und im Säuglingsalter.

Bei Säuglingen tritt sehr häufig eine Hernia umbilicalis auf. Diese hat in der Regel keine Einklemmungstendenz und bildet sich aber meist in den ersten zwei Lebensjahren spontan zurück.

Beim Erwachsenen sind Nabelhernien relativ häufig zu beobachten. Diese machen im Regelfall keine subjektiven Beschwerden. Der betroffene Patient hat sich auch mit dem vorgewölbten Aussehen des Nabels meistens abgefunden. Bei Nabelhernien mit kleiner Bruchpforte kann eine Einklemmung der Abdominalorgane auftreten (Inkarzeration) und zu erhebliche Beschwerden führen.

Das Operationsverfahren

Die Herniotomie (Synonym: Bruchoperation) ist eine Operation zur Entfernung bzw. Korrektur einer Hernie.
Bei der Operation einer Nabelhernie wird ein Schnitt in der Nabelregion gemacht, um die betroffenen Strukturen freizulegen. Danach wird meist ein Kunststoffnetz eingelegt und die einzelnen Schichten gut vernäht, um die Bruchpforte zu schließen.

IN einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass selbst bei kleineren Nabelbrüchen mit einem Durchmesser von einem bis vier Zentimetern der Einsatz eines Netzes die Rezidivrate (Wiederauftreten der Erkrankung) gegenüber einer reinen Nahtreparatur verringert. Nach einer maximalen Nach­beobachtung von 30 Monaten gab es in der Netzgruppe weniger Rezidive als in der Nahtgruppe (4 % versus 17 %) [1].

Welche Form der Operation gewählt wird, hängt vom Zustand, dem genauen Befund und den Nebenerkrankungen des Patienten ab.

Die Operation wird überwiegend in Vollnarkose oder Regionalanästhesieverfahren durchgeführt. Sie kann auch ambulant durchgeführt werden.

Mögliche Komplikationen

  • Wundheilungsstörungen und Wundinfektionen
  • Blutungen
  • Nerven- oder Gefäßschädigung
  • Verletzung des Darms oder anderer innerer Organe
  • Rezidiv, das heißt Wiederauftreten eines Nabelbruchs
  • Überschießende Narbenbildung
  • Narbenhernie (Narbenbruch)

Die Operation einer Nabelhernie im Erwachsenenalter ist ein sicheres Verfahren, um Komplikationen eines Nabelbruches zu vermeiden.

Literatur

  1. Kaufmann R et al.: Mesh versus suture repair of umbilical hernia in adults: a randomised, double-blind, controlled, multicentre trial. The Lancet Volume 391, No. 10123, p860-869, 3 March 2018 doi: https://doi.org/10.1016/S0140-6736(18)30298-8

 


     
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