Bei der Appendizitis handelt es sich um die Entzündung des Wurmfortsatzes des Blinddarms. Sie wird umgangssprachlich auch als Blinddarmentzündung bezeichnet.
Sie tritt meist bei Personen im zweiten und dritten Lebensjahrzehnt sowie im Kindesalter auf.
Die Inzidenzrate liegt bei etwa 100/100.000 Einwohner pro Jahr.
Die Letalität liegt bei einer unkomplizierten Appendizitis bei circa 0,1 %. Bei einem komplizierten Verlauf mit einer Perforation ("Blinddarmdurchbruch") liegt sie zwischen drei und 15 %.
Bei der Appendektomie handelt es sich um die operative Entfernung des Wurmfortsatzes.
Das Verfahren
Die Appendektomie ist schon bei Verdacht auf eine Appendizitis indiziert, da es ansonsten zu schweren Komplikationen wie der Peritonitis (Bauchfellentzündung) kommen kann.
Bei der Appendektomie unterscheidet man zwischen einer offenen Operation und einer Operation im Sinne eines Schlüssellochverfahren (Laparoskopie; Bauchspiegelung).
Bei der offenen Operation wird ein Schnitt im rechten Unterbauch gemacht und die Bauchhöhle eröffnet, um den Darm mit dem Wurmfortsatz freizulegen. Danach wird die Appendix (Blinddarm) entfernt und die Wunde am Darm mit einer so genannten Tabaksbeutelnaht verschlossen. Im Anschluss daran wird der Bauchraum wieder schichtweise verschlossen.
Als Komplikationen bei der offenen Appendektomie können Wundheilungsstörungen, Infektionen, Blutungen, Nerven- und Gefäßschädigungen oder Verletzungen der inneren Organe vorkommen. Des Weiteren kann es zu einem Ileus (Darmverschluss) und zu Adhäsionen (Verwachsungen) im Bauchraum kommen.
Bei der laparoskopischen Appendektomie werden kleine Schnitte angelegt, um die Instrumente einführen zu können, mit denen dann per Videokamera operiert wird. Zuvor wird der Bauchraum mit einem Gas aufgebläht, um bessere Sichtverhältnisse zu erreichen. Dann wird der Wurmfortsatz unter laparoskopischer Sicht entfernt und anschließend werden die kleinen Schnitte vernäht.
Bei der laparoskopischen Appendektomie können neben den oben schon genannten Komplikationen vermehrt eine Insuffizienz der Darmnaht (Auflösen der Naht am Wurmfortsatzstumpf) und Gefäßverletzungen auftreten. Bei großer Erfahrung des Operateurs sind diese genannten Risiken jedoch kaum erhöht.
Welche Form der Operation gewählt wird, hängt vom Zustand, dem genauen Befund und den Nebenerkrankungen des Patienten ab.
Die Operation wird überwiegend in Vollnarkose durchgeführt.













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