Die Mammasonographie (Synonyme: Brustultraschall; Brustultraschall-Untersuchung) ist eine medizinisch-wissenschaftlich anerkannte Untersuchung der Brustdrüse mit Ultraschallwellen. Sie wird zur Diagnostik von Gewebsveränderungen der Brustdrüsen angewandt.
Indikationen (Anwendungsgebiete)
Die Mammasonographie wird empfohlen bei:
- Zur regelmäßigen Krebsvorsorge ab dem 35. Lebensjahr
- Bei jeder Veränderung der Brustdrüse – Knoten, Schwellung, Schmerzhaftigkeit, Absonderungen
- Zur ergänzenden Untersuchung bei unklaren Röntgenbefunden der Brustdrüse
- Während der Schwangerschaft und Stillzeit
- Zur gezielten Zystenentleerung bei flüssigkeitsgefüllter Zystenbildung
Weitere Indikationen
- Die nahe Verwandte – Mutter, Schwestern, Tanten – mit einer Brustkrebserkrankung haben
- Bei denen bereits eine Brustkrebserkrankung vorlag
- Die älter als 50 Jahre sind – allgemeines Altersrisiko
- Bei denen beim Abtasten eine besondere knotige Brustdrüsenveränderung (Mastopathie) festgestellt wurde
- Als additive Methode, bei denen bei der Mammographie Mikroverkalkungen, Zysten oder andere unklare Veränderungen gefunden worden sind
- Bei denen eine Gewebeprobe mikroskopische Zeichen für ein erhöhtes Entartungsrisiko ergeben hat
- Zur Feststellung des regionalen Lymphknotenstatus (Axilla-Sonographie)
Das Verfahren
Die Mammasonographie wird mit unhörbaren Ultraschallwellen durchgeführt, die sich vom normalen Schall durch eine andere Schwingungsfrequenz unterscheiden.
Dabei werden die Ultraschallwellen unterschiedlich an den Grenzen von verschiedenen Körpergeweben zurückgeworfen. Bei der Untersuchung wird ein durchsichtiges, wasserhaltiges Gel auf die Brust aufgetragen. Der Schallkopf wird mit sanftem Druck über die Brust bewegt. Bilder des Brustgewebes werden auf einen Bildschirm übertragen – das Untersuchungsergebnis liegt somit sofort vor.
Die Mammasonographie ist aufgrund der verwendeten Schallwellen absolut nebenwirkungsfrei und ungefährlich. Sie sollte in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.
Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) bezeichnet die Mammasonographie zur „Früh“-Erkennung eines Mammakarzinoms (Brustkrebs) bei Frauen als „oft wirkungsvoller“ als die Mammographie: Vor allem bei jungen Frauen mit dichtem Brustgewebe sei die die Sonographie aussagekräftiger als die Röntgenuntersuchung – die Mammasonographie erkennt bis zu 90 % der Tumore, die Mammographie lediglich 50 %. Beide Methoden sind ideal komplementär bei dichten Brüsten.
Hinweis!
Lernen Sie durch regelmäßiges aufmerksames Betrachten der Brust und Selbstabtasten von Brust und Achselhöhle eventuelle Veränderungen erkennen.
Ihr Nutzen
Die Mammasonographie ist ein ungefährliches und wertvolles diagnostisches Verfahren.
Es dient Ihrer Gesundheitsvorsorge.
Bösartige Erkrankungen können so sicher erkannt und rechtzeitig therapiert werden.












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