Ohrenspiegelung (Otoskopie)

Die Otoskopie bezeichnet die Spiegelung des Ohres, genauer gesagt die Spiegelung des äußeren Gehörganges und des Trommelfells. Diese Untersuchungsmethode gehört zu den Standardmethoden in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

  • Hörveränderungen wie Hypakusis (Schwerhörigkeit)
  • Erkrankungen des äußeren Gehörganges – wie beispielsweise eine Otitis externa (Entzündung des äußeren Gehörganges)
  • Verletzungen des Trommelfells
  • Entzündungen des Trommelfells – wie beispielsweise eine Myringitis (Trommelfellentzündung), eine Otitis media (Mittelohrentzündung) oder eine Trommelfellperforation (Trommelfellriss)
  • Fremdkörper im Gehörgang

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

  • Empfindlichkeit oder Allergie: Wenn der Patient bekanntermaßen empfindlich gegenüber den Materialien des Otoskops oder den verwendeten Ohrtrichtern ist, sollte die Untersuchung vermieden werden, um allergische Reaktionen zu verhindern.
  • Akute Ohrinfektion: Bei akuten Ohrentzündungen, wie einer akuten Otitis media, sollte die Otoskopie vermieden werden, da sie die Infektion verschlimmern könnte.
  • Verletzungen im äußeren Gehörgang: Falls der Patient Verletzungen oder Abschürfungen im äußeren Gehörgang hat, sollte die Untersuchung verschoben werden, um weitere Schäden zu vermeiden.
  • Unruhiger Patient: Wenn der Patient äußerst unruhig ist und es schwer ist, das Otoskop sicher einzuführen, sollte die Untersuchung verschoben werden, um Verletzungen zu verhindern.

Vor der Untersuchung

  • Patientenvorbereitung: Der Patient sollte über den Ablauf der Untersuchung informiert werden und darüber, dass die Untersuchung in der Regel schmerzfrei ist.
  • Hygiene: Der Otoskopkopf sollte vor der Verwendung gereinigt und sterilisiert werden, um Infektionen zu vermeiden.

Das Verfahren

Die Otoskopie ist ein einfaches und schnell durchzuführendes Verfahren, bei dem neben einer Lichtquelle lediglich noch ein Hohlspiegel und ein Ohrtrichter gebraucht wird. 

Neben dieser vorrangig von HNO-Ärzten durchgeführten Methode gibt es auch ein sogenanntes Otoskop, das vor allem Nicht-HNO-Ärzte nutzen. Dies ist ein handliches Gerät, welches die Bestandteile Lichtquelle, Ohrtrichter und Handgriff kompakt vereinbart.
Die Ohrtrichter liegen in verschiedenen Größen vor. Sie bestehen aus Kunststoff zum einmaligen Gebrauch oder aus Metall, sodass sie gereinigt, sterilisiert und wiederverwertet werden können.

Das Einführen des Ohrtrichters in den äußeren Gehörgang begradigt dessen natürliche Krümmung für die Dauer der Untersuchung. Dieses ermöglicht, dass das Ohrinnere und das Trommelfell genauer ansehen werden kann.

Neuerdings verwenden HNO-Ärzte zur Otoskopie fast nur noch ein Videootoskop oder ein Operationsmikroskop.

Nach der Untersuchung

  • Schwindel: Einige Patienten könnten vorübergehenden Schwindel verspüren, insbesondere wenn die Untersuchung unangenehm war.
  • Ohrgeräusche: Es ist möglich, dass der Patient vorübergehend Ohrgeräusche wahrnimmt. Diese sollten sich normalerweise schnell legen.

Mögliche Komplikationen

Obwohl die Otoskopie eine sichere Untersuchungsmethode ist, können in seltenen Fällen Komplikationen auftreten:

  • Verletzungen: Bei unsachgemäßer Anwendung des Otoskops besteht das Risiko von Verletzungen des äußeren Gehörgangs oder des Trommelfells. Dies kann Schmerzen und Infektionen verursachen.
  • Infektionen: Wenn unsterile Instrumente verwendet werden oder die Hygiene vernachlässigt wird, besteht das Risiko von Infektionen im Ohr.
  • Verschlimmerung von Ohrproblemen: In einigen Fällen kann die Otoskopie dazu führen, dass bereits bestehende Ohrprobleme verschlimmert werden.

 


     
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