Operative Therapie
Bauchwassersucht (Aszites)

Grundsätzlich sollte zur Therapie des Aszites die Grunderkrankung behandelt werden.

Bei Aszites aufgrund von Lebererkrankungen können bei therapierefraktären Fällen folgende Verfahren durchgeführt werden

  • Parazentese – Aszitespunktion aus therapeutischen Gründen (Methode der Wahl); im Allgemeinen sollten pro Liter Punktat 6-8 g Albumin (Bluteiweiß) substituiert werden, um eine Hypovolämie (Verminderung, der im Blutkreislauf befindlichen Blutmenge) zu vermeiden, die ein hepatorenales Syndrom (funktionelle, potentiell reversible renale Dysfunktion (schwere Nierenfunktionsstörung aufgrund der Leberzirrhose)) auslösen kann.
    Symptomentlastung hält bei malignem ("bösartigem") Aszites zwischen 4-45 Tagen an.
  • Hinweis zur intravenösen Volumensubstitution nach Parazentese bei malignem Aszites [1]:
    • < 5 l : nicht routinemäßig
    • > 5 l:  keine Evidenz, ggf. Dextrose 5 % oder Albumin
  • Intraperitoneale ("innerhalb der Peritonealhöhle gelegen") Dauerdrainage – falls häufigere Parazentesen erforderlich sind
  • Transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Stent-Shunt (TIPS) – Kurzschlussverbindung zur Umgehung des Leberstromgebietes
  • Lebertransplantation (LTx)

Literatur

  1. Gerbes AL, Gülberberg V, Sauerbruch T et al (2011): S3-Leitlinie „Aszites, spontan bakterielle Peritonitis, hepatorenales Syndrom“. Z Gastroenterol 49:749-779
     
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