Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Gastrin

Gastrin wird in der Schleimhaut des Magens produziert und dann in den Blutkreislauf abgegeben. Über Rezeptoren im Magen regt Gastrin die Sekretion von Magensäure an und senkt somit den pH-Wert. Gleichzeitig stimuliert es die Magen-Darm-Muskulatur.

Die Gastrinausschüttung wird durch Magendehnung, Röststoffe, Koffein oder Alkohol sowie Vagusreizung stimuliert.
Stark saurer Mageninhalt hemmt die Freisetzung.
Wird vermehrt Gastrin freigesetzt, so hemmt es die Sekretion von Magensäure. 

Das Verfahren

Benötigtes Material

  • Blutserum

Vorbereitung des Patienten

  • Morgens nüchtern Blutentnahme (wg. circadianer Rhythmik)       

Störfaktoren

  • Sofortige Bearbeitung oder gefroren versenden nötig

Normwerte

Normwert in ng/l < 90

Indikationen

  • Verdacht auf ein Gastrinom (Zollinger-Ellison-Syndrom) – meist bösartiger Tumor, der in zwei Drittel der Fälle vom Pankreas (Bauchspeicheldrüse) ausgeht und zu vermehrter Gastrin-Produktion führt

Interpretation

Interpretation erhöhter Werte

  • Bakterielle Gastritis (Magenschleimhautentzündung)
  • Chronisch-atrophische Gastritis (Magenschleimhautentzündung, die zu einer Rückbildung der Schleimhaut führt), mit/ohne perniziöse Anämie (häufigste Unterform der Vitamin B12-Mangel-Anämie)
  • Gastrinom
  • Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
  • Kurzdarmsyndrom – chronische Verdauungsinsuffizienz, die nach ausgedehnter Dünndarmresektion – Entfernung von Dünndarmanteilen – auftritt
  • Niereninsuffizienz (Nierenschwäche)
  • Pylorusstenose (Magenpförtnerverengung)
  • Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
  • Medikamente
    • Antazida – Magensäure-bindende Medikamente wie Aluminiumhydroxid
    • H2-Antagonisten – Magensäureblocker wie Ranitidin
    • Protonenpumpeninhibitoren (PPI) – Magensäureblocker wie Omeprazol

Leicht erhöhte Werte treten auch nach dem Essen (postprandial) auf.

Interpretation erniedrigter Werte

  • Nicht bekannt

Hinweise

  • Bei Werten > 1.000 ng/l (und einem intragastralen pH-Wert von < 2,5) ist ein Gastrinom bewiesen.
  • Bei Werten zwischen 90-1.000 ng/l sollte ein Gastrin-Stimulationstest durchgeführt werden.

     
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