Medizinische Kräftigungstherapie (MKT)

Kreuzschmerzen sind eine der häufigsten Zivilisationskrankheiten.

Die meisten Menschen machen für Rückenprobleme den Mangel an Bewegung verantwortlich.

Bandscheibenvorfälle, Wirbelsäulenerkrankungen und degenerative Veränderungen der Wirbelsäule verursachen Schmerzen die dazu führen, dass wir in Schonhaltung gehen und schmerzende Bewegungen vermeiden.

Mittlerweile gelten Schonung und Bettruhe nicht mehr als ideale Therapiemaßnahmen. Im Gegenteil.

Unsere Wirbelsäule ist von der sie umgebenden Muskulatur abhängig.

Die Wirbelsäule allein bietet kaum Stabilität und lässt sich schon bei leichter Belastung verbiegen. Erst unter dem Schutz der Muskulatur kann sie den zahlreichen Belastungen des Alltags standhalten.

Daraus folgt, je "stärker", das heißt je ausgeprägter die Muskulatur ist, desto besser ist unsere Wirbelsäule in der Lage, den Belastungen standzuhalten.

Patienten mit Kreuzschmerzen weisen eine Rückenmuskulatur auf die gegenüber Patienten ohne Kreuzschmerzen um durchschnittlich 50 % verringert ist.

Folglich gilt es, bei Kreuzschmerzen die Rückenmuskulatur gezielt zu kräftigen. Dabei ist es wichtig, gezielt einzelne Muskeln zu trainieren. Dies war bislang mit den gängigen Trainingsgeräten nicht möglich, da immer auch Hilfsmuskeln mit trainiert wurden.

Nach jahrelanger Forschung auf dem Gebiet des medizinischen Muskeltrainings sind Trainingsgeräte entwickelt worden, die gezielt die Rückenmuskulatur aufbauen und so die Wirbelsäule schützen und stabilisieren.

Diese Trainingsgeräte sind zugleich Computer. Sowohl zu Beginn als auch am Ende der Therapie wird die Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer Ihrer Rückenstrecker gemessen und graphisch dargestellt. Der Vergleich zeigt Ihnen den erreichten Kraftzuwachs.

Die Medizinische Kräftigungstherapie (MKT) ist eine Methode der physikalischen und rehabilitativen Medizin, die versucht, durch Stärkung der Muskulatur Schmerzen zu beseitigen.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

  • Lumbago/Dorsalgie (Rückenschmerzen)
  • Muskulärer Insuffizienz und Dysbalance – Schwäche/Ungleichgewicht der Muskulatur
  • Degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule – Osteochondrose, Spondylose, Spinalstenose
  • Funktionelle Störungen (z. B. Blockierungen)
  • Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule
  • Haltungsschwächen und -fehler (z. B. Skoliose, Segmentinstabilität, Spondylolisthesis u. a.) 
  • Spondylolisthese (Wirbelgleiten)
  • Osteoporose
  • Bandscheibenverschleiß/Bandscheibenvorfällen
  • Ischias
  • Rheumatoiden Erkrankungen – z. B. chronische Polyarthritis, Morbus Bechterew, Fibromyalgie (Fibromyalgie-Syndrom) etc.
  • Verletzungen der Wirbelsäule; Zustand nach Operationen an der Hals-, Brust- bzw. Lendenwirbelsäule

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

  • entzündliche und akute traumatischen Erkrankungen der Wirbelsäule

Das Verfahren

Nach der ersten Bestimmung des aktuellen Kraftzustandes, der Beweglichkeit und der Ausdauer Ihrer Muskulatur werden Sie gezielt und unter professioneller Anleitung trainieren. Dabei wird die Belastung kontinuierlich in jeder Sitzung erhöht. Sie trainieren jeweils bis zur Muskelerschöpfung.

Neben den computergestützten Trainingsgeräten kommen weitere medizinische Kräftigungsgeräte zum Einsatz, die individuell nach Ihren Bedürfnissen ausgewählt werden.

Spezielle Trainingsgeräte trainieren isoliert die Rückenstrecker, da Becken und Beine so fixiert sind, dass die Hilfsmuskulatur ausgeschaltet ist. Dadurch wird die Aktivität der Rückenstrecker beim Training auf das 4-fache gesteigert, wodurch auch ein größerer Kraftzuwachs möglich ist. Des Weiteren werden die Halswirbelsäulenstrecker trainiert, um eine insgesamt optimale Stabilisierung der Wirbelsäule in allen Segmenten zu erreichen. In der Regel werden etwa 12-18 Trainingseinheiten durchgeführt, und zwar ein bis zwei Einheiten pro Woche. Die Kraft der Rückenstrecker kann sich in dieser Zeit mehr als verdoppeln.

Ohne gezielte Kräftigung der Muskulatur baut der Mensch etwa 50 % seiner Muskulatur bis zum 70. Lebensjahr ab.

Die medizinische Kräftigungstherapie eignet sich nahezu für jedermann. Es konnte in zahlreichen Versuchen festgestellt werden, dass sogar ein Jahr nach Ablauf der Therapie der Kraftzuwachs erhalten geblieben ist. In der Regel wird den Patienten nach Ablauf von sechs und zwölf Monaten eine Kontrollmessung angeboten, um den langfristigen Therapieerfolg zu verdeutlichen.

Mittels medizinischer Kräftigungstherapie kann eine Beschwerdeverbesserung bis hin zur Beschwerdefreiheit erreicht werden.

In Kombination mit der Chiropraktik, die eventuell vorhandene Blockierungen löst, können optimale Ergebnisse erzielt werden.

Die medizinische Kräftigungstherapie ist kontraindiziert bei entzündlichen und akuten traumatischen Erkrankungen der Wirbelsäule sowie bei Tumorerkrankungen.

Ihr Nutzen

Jeder Mediziner weiß heute: Ein starker Rücken kann den Belastungen des Alltags besser standhalten und neigt weniger zu Schmerzen.

Durch eine medizinische Kräftigungstherapie können Sie gezielt Muskulatur aufbauen und so Ihre Wirbelsäule entlasten und schützen. Ihre Schmerzen werden sich bessern und in vielen Fällen sogar völlig verschwinden. Die lästigen Schmerzen, die Ihr Leben so stark beeinflusst haben, werden schon bald der Vergangenheit angehören.

Sie werden Ihr Leben wieder in vollen Zügen genießen können und mehr Vitalität, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden verspüren.


     
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