Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Einleitung
Muskelzucken (Faszikulationen)

Eine Muskelzuckung kann viele Bedeutungen haben, z. B. Einschlafzuckungen, Lidzuckung, Myoklonie (Muskelzuckung mit Bewegungseffekt), Tic (regel- oder unregelmäßig wiederkehrende Kontraktionen), Spasmen (ungewollte, schmerzhafte Muskelanspannungen), Tremor (Zittern) oder Faszikulation.

Allen Muskelzuckungen ist gemeinsam, dass diese unwillkürliche Kontraktionen (Zuckungen) der Muskulatur sind.

Bei Zittern s. u. "Tremor"; bei Krampf und Spasmen s. u. "Krämpfe und Spasmen der Muskulatur".

Nachfolgend wir schwerpunktmäßig das Thema Faszikulationen behandelt.

Faszikulationen (ICD-10-GM R25.3: Faszikulation) sind unregelmäßige und unwillkürliche Kontraktionen von Muskelfaserbündeln, die sich durch sichtbare Muskelzuckungen bemerkbar machen, wenn sie in oberflächlichen Muskelschichten entstehen.

Faszikulationen sind kein spezifisches Zeichen für das Vorliegen einer Erkrankung; sie werden als benigne (gutartig) klassifiziert. Erst das Vorliegen weiterer Symptome, die für eine Krankheit charakteristisch sind, gibt im Regelfall Anlass die Faszikulationen abzuklären.

Faszikulationen können Symptom vieler Erkrankungen sein (siehe unter "Differentialdiagnosen").

In einer Studie zeigten gesunde Probanden im Ultraschall in 43 % der Fälle Faszikulationen, die hauptsächlich im Musculus abductor hallucis longus (langgestreckter, dünner Skelettmuskel an der medialen Seite des Fußes, der zur Fußmuskulatur gehört) auftraten. In Muskelgruppen oberhalb des Knies zeigten sich nur gelegentlich Faszikulationen [1].

Verlauf und Prognose: Faszikulationen zeigen sich häufig im Gesicht oder an den Extremitäten und haben im Regelfall keinen Krankheitswert. Erst das Vorliegen weiterer Symptome macht es erforderlich, diese abzuklären. In solchen Fällen sollte am ehesten ein Neurologe aufgesucht werden, da pathologische (krankhaften) Faszikulationen im Regelfall eine neurologische Ursache haben.
Typische Auslöser von benignen (gutartigen) Faszikulationen sind Stress, Einnahme von Stimulantien (psychoaktive Substanzen; Aufputschmittel) oder Störungen des Elektrolytstoffwechsels (z. B. Hypocalcämie (Calciummangel), Hypokaliämie (Kaliummangel) und Hypomagnesiämie (Magnesiummangel)).

Literatur

  1. Fermont J, Arts IMP, Overeem S, Kleine BU, Schelhaas HJ, Zwarts MJ: Prevalence and distribution of fasciculations in healthy adults: Effect of age, caffeine consumption and exercise. Amyotroph. Lateral Scler 2010;11(1-2):181-6. doi: 10.3109/17482960903062137
     
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