Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Labordiagnostik
Mumps (Parotitis epidemica)

Die Parotitis epidemica (Mumps) wird meist anhand des klinischen Bildes diagnostiziert.

Laborparameter 2. Ordnung – in Abhängigkeit von den Ergebnissen der Anamnese, körperlichen Untersuchung etc. – zur differentialdiagnostischen Abklärung

  • Antikörper gegen Mumps-Virus (IgG, IgM) im Blut, ggf. im Liquor [IgM-Antikörper im Serum oder deutlicher IgG-Antikörper-Titeranstieg]
  • Direkter Erregernachweis aus Abstrichmaterial, Speichel, Zahntaschenflüssigkeit (oral fluid) und Liquor mittels mumpsspezifischer RNA durch PRT-PCR
  • Amylase im Serum, Lipase  – bei Beteiligung des Pankreas (Bauchspeicheldrüse)
  • Liquorpunktion (Entnahme von Nervenwasser durch Punktion des Rückenmarkskanals) zur Liquordiagnostik bei Verdacht auf Meningitis

Beachte: Bei geimpften Personen, die an Mumps erkranken, sind häufig IgM-Antikörper zunächst nicht nachweisbar, sodass ein normaler IgM-Antikörpertiter das Vorliegen einer Mumpsinfektion nicht sicher ausschließt. Beweisend ist dann eine zweite Probe nach 10-14 Tagen mit Titeranstieg oder der direkte Erregernachweis durch PRT-PCR.

Serologische Parameter bei Parotitis epidemica-Infektion [1]  

Übersicht und Bewertung der labordiagnostischen Ergebniskonstellationen:

Mumpsvirus-Serologie Nachweis von Mumpsvirus-Genomen Infektionsstatus
 Mumps-IgG  Mumps-IgM
 negativ  negativ  negativ  suszeptibel (empfänglich)
 negativ  negativ  positiv  akute Infektion
 negativ  positiv  positiv  akute Infektion
 negativ  positiv  negativ  akute Infektion, evtl auch unspezifischer Befund
 positiv  positiv  positiv  akute Infektion
 positiv  positiv  negativ  kürzlich erfolgte Infektion, evtl. auch unspezifischer Befund
 positiv  negativ  positiv  Reinfektion oder Impfdurchbruch
 positiv  negativ  negativ  zurückliegende Infektion oder Impfung

Impfstatus – Kontrolle von Impftitern

Parotitis epidemica
(Mumps)
Mumps-IgG-ELISA < 70 U/ml Kein ausreichender Impfschutz nachweisbar → Grundimmunisierung erforderlich
70-100 U/ml Fraglicher Impfschutz → Auffrischung empfohlen
> 100 U/ml Ausreichender Impfschutz

Literatur  

  1. S2k-Leitlinie: Labordiagnostik schwangerschaftsrelevanter Virusinfektionen. (AWMF-Registernummer: 093-001), Oktober 2021 Langfassung

Leitlinien

  1. S2k-Leitlinie: Labordiagnostik schwangerschaftsrelevanter Virusinfektionen. (AWMF-Registernummer: 093-001), Oktober 2021 Langfassung

     
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