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Haemophilus-influenzae-b-
Impfung (Hib-Impfung)

Das Bakterium Haemophilus influenzae Typ b löst vor allem bei Säuglingen und Kindern unter sechs Jahren Erkrankungen wie Meningitis (Hirnhautentzündung), Pneumonien (Lungenentzündung) oder Epiglottitis (Kehldeckelentzündung) aus.

Die Infektion wird übertragen durch Tröpfcheninfektion oder direkten Kontakt mit Sekret oder kontaminierten Gegenständen.

Wer und wann sollte geimpft werden

  • Säuglinge ab dem zweiten Lebensmonat sollten die erste Dosis der Grundimmunisierung erhalten. Eine weitere Dosis sollte zwischen dem zweiten und sechsten Lebensmonat gegeben werden, mindestens aber vier Wochen nach der ersten Impfung. Eine weitere Auffrischung wird dann noch einmal im Alter von zwölf bis 15 Monaten gegeben, mindestens aber sechs Monate nach der zweiten Impfung.
  • Auffrischimpfungen sind nach dem fünften Lebensjahr nicht mehr sinnvoll, da Infektionen mit Haemophilus influenzae dann nur noch selten vorkommen.
  • Des Weiteren sollten alle Personen mit einer Asplenie – Personen, denen die Milz entfernt wurde – eine Hib-Impfung erhalten.

Wer sollte nicht geimpft werden

  • Personen, die gerade eine Infektionskrankheit wie beispielsweise Influenza (Grippe) durchmachen

Nebenwirkungen/ Impfreaktionen

  • Lokale Reaktionen um die Einstichstelle

Postexpositionsprophylaxe

Unter einer Postexpositionsprophylaxe versteht man die Versorgung mit Medikamenten zur Vermeidung einer Erkrankung bei Personen, die gegen eine bestimmte Krankheit nicht durch Impfung geschützt sind, dieser aber ausgesetzt waren

  • Bei engem Kontakt zu einer Person, die an einer Hib-Infektion erkrankt ist, sollte Rifampicin – ein Antibiotikum – Medikament gegen bakterielle Infektionen – vorbeugend für vier Tage eingenommen werden.
  • Bei Schwangeren wird statt des Rifampicin Ceftriaxon – ein Antibiotikum aus einer anderen, für Schwangere zugelassenen, Untergruppe – verordnet.

     
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