Weitere Therapie
Herzrhythmusstörungen

Allgemeine Maßnahmen

  • Sofort Notruf absetzen! (Rufnummer 112)
  • Evaluation gemäß dem "ABCDE approach" (A: "airway", B: "breathing", C: "circulation", D: "disability", E: "exposure") 
    • Sauerstoffvorlage über eine Maske bzw. eine Nasenbrille bei verminderter Sauerstoffsättigung (SpO2)
    • Beutel-Masken-Beatmung bei nicht ausreichender oder fehlender Spontanatmung
    • Legen eines venösen Zugangs 
  • Kausaltherapie (z. B. Behandlung einer Hyperthyreose/Schilddrüsenüberfunktion)
  • Beseitigung einer möglichen Elektrolytstörung (Kalium, Magnesium, Calcium)
  • Ggf. Bettruhe, Sedierung
  • Nikotinrestriktion (Verzicht auf Tabakkonsum)
  • Begrenzter Alkoholkonsum (Männer: max. 25 g Alkohol pro Tag; Frauen: max. 12 g Alkohol pro Tag)
  • Begrenzter Koffeinkonsum (max. 240 mg Koffein pro Tag; das entspricht 2 bis 3 Tassen Kaffee bzw. 4 bis 6 Tassen grünen/schwarzen Tee)
  • Normalgewicht anstreben! 
    Bestimmung des BMI (Body Mass Index, Körpermassen-Index) bzw. der Körperzusammensetzung mittels der elektrischen Impedanzanalyse und ggf. Teilnahme an einem ärztlich betreuten Abnehmprogramm bzw. Programm für Untergewichtige
    • BMI ≥ 25 → Teilnahme an einem ärztlich betreuten Abnehmprogramm
    • Unterschreitung der BMI-Untergrenze (ab dem 19. Lebensjahr: 19; ab dem 25. Lebensjahr: 20; ab dem 35. Lebensjahr: 21; ab dem 45. Lebensjahr: 22; ab dem 55. Lebensjahr: 23; ab dem 65. Lebensjahr: 24) → Teilnahme an einem ärztlich betreuten Programm für Untergewichtige
  • Überprüfung der Dauermedikation wg. möglicher Auswirkung auf die vorhandene Krankheit
  • Vermeidung psychosozialer Belastungen:
    • Stress

Konventionelle nicht-operative Therapieverfahren

  • Elektrische Kardioversion ggf. auch medikamentöse Kardioversion (Wiederherstellung des normalen Herzrhythmus durch Medikamente)
  • Defibrillation bei Kammerflimmern
  • Herzschrittmacher; Indikationen: s. u. "Herzschrittmacher"

Operative Therapie

  • Katheterablation (Ablation (lat. ablatio "Abtragung, Ablösung“) der Gewebeanteile, die pathologische (krankhafte) elektrische Impulse senden); Indikationen: s. u. "Katheterablation)
  • Verschluss des linke Vorhofohrs mittels eines Vorhofohr-Occluders (Implantat), Herzkatheter-gestütztes Verfahren (bei Vorhofflimmern, VHF)

Medikamentöse Therapie

  • S. u. der jeweiligen spezifischen Erkrankung

Impfungen

Die nachfolgenden Impfungen sind angeraten, da eine Infektion häufig zur Verschlechterung der vorliegenden Erkrankung führen kann:

  • Grippe-Impfung
  • Pneumokokken-Impfung

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen

  • Regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen

Ernährungsmedizin

  • Ernährungsberatung auf der Grundlage einer Ernährungsanalyse
  • Ernährungsempfehlungen gemäß einem Mischköstler unter Berücksichtigung der vorliegenden Erkrankung. Das bedeutet u. a.:
    • täglich insgesamt 5 Portionen frisches Gemüse und Obst (≥ 400 g; 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst)
    • ein- bis zweimal pro Woche frischen Seefisch, d. h. fette Meeresfische (Omega-3-Fettsäuren) wie Lachs, Hering, Makrele
    • ballaststoffreiche Ernährung (Vollkornprodukte)
  • Beachtung folgender spezieller Ernährungsempfehlungen:
    • Vermeiden üppiger Mahlzeiten
    • Ernährung reich an:
      • Mineralstoffen (Kalium, Magnesium, Calcium)
      • Omega-3-Fettsäuren (Meeresfisch)
  • Auswahl geeigneter Lebensmittel auf Grundlage der Ernährungsanalyse
  • Siehe auch unter "Therapie mit Mikronährstoffen (Vitalstoffe)" – ggf. Einnahme eines geeigneten Nahrungsergänzungsmittels (mit basischen Mineralstoffe wie Kaliumcitrat, Magnesiumcitrat, Calciumcitrat)
  • Detaillierte Informationen zur Ernährungsmedizin erhalten Sie von uns. 

Sportmedizin

  • Leichtes Ausdauertraining (Cardiotraining)
  • Ein regelmäßiges moderates körperliches Training erhöht den Vagotonus (Erregungs- bzw. Spannungszustand des parasympathischen Nervensystems, welches überwiegend durch den Nervus vagus beeinflusst wird) und führt so zu einer Abnahme der Ruhepulsfrequenz. Der Vagotonus hemmt zudem die Erregungsleitung des AV-Knoten (negativ dromotrope Wirkung).
  • Erstellung eines Fitness- bzw. Trainingsplans mit geeigneten Sportdisziplinen auf der Grundlage eines medizinischen Checks (Gesundheitscheck bzw. Sportlercheck)
  • Detaillierte Informationen zur Sportmedizin erhalten Sie von uns.

Psychotherapie

  • Ggf. Psychotherapie bei Angststörungen infolge von Vorhofflimmern
  • Detaillierte Informationen zur Psychosomatik (inkl. Stressmanagement) erhalten Sie von uns.

Organisationen und Selbsthilfegruppen

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
    Postfach 91 01 52, D-51071 Köln
    Telefon: 0221-89920, Fax: 0221-8992300 E-Mail: poststelle@bzga.de, Internet: www.bzga.de
  • Deutsche Herzstiftung e. V.
    Vogtstraße 50, D-60322 Frankfurt am Main
    Telefon: 069-955128-0, Fax: 069-955128313, E-Mail: info@herzstiftung.de, Internet: www.herzstiftung.de
  • Deutsche Hochdruckliga e. V. DHL
    Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention
    Berliner Straße 46, D-69120 Heidelberg
    Telefon: 06221-588550, Fax: 06221-5885525, E-Mail: info@hochdruckliga.de, Internet: www.hochdruckliga.de
  • Deutsche Gefäßliga e. V.
    Postfach 4038, D-69254 Malsch b. Heidelberg
    Telefon: 07253-26228, Fax: 07253-278160, E-Mail: info@deutsche-gefaessliga.de Internet: www.deutsche-gefaessliga.de
  • Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen (DGFF)
    Waldklausenweg 20, D-81377 München
    Telefon: 089-7191001, Fax: 089-7142687, E-Mail: info@lipid-liga.de, Internet: www.lipid-liga.de
  • Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e. V.
    Friedrich-Ebert-Ring 38, D-56068 Koblenz
    Telefon: 0261-309231, Fax: 0261-309232, E-Mail: info@dgpr.de, Internet: www.dgpr.de

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