Medikamentöse Therapie
Brustschmerzen (Thoraxschmerz)

Therapieziele

  • Schmerzlinderung
  • Diagnosefindung

Therapieempfehlungen

  • Analgesie (Analgetika/Schmerzmittel) gemäß WHO-Stufenschema bis zur endgültigen Therapie bei gesicherter Diagnose:
    • Nicht-Opioidanalgetikum (Paracetamol, Mittel der ersten Wahl)
    • Niederpotentes Opioidanalgetikum* (z. B. Tramadol) + Nicht-Opioidanalgetikum
    • Hochpotentes Opioidanalgetikum (z. B. Morphin) + Nicht-Opioidanalgetikum
  • Sauerstoff; Indikationen: Patienten mit Hypoxie (SpO2 < 90 %), Dyspnoe oder akuter Herzinsuffizienz
  • Antithrombozytäre Therapie (präklinisch Acetylsalicylsäure (ASS): 150-300 mg oral oder 80-150 mg i.v.; Indikation: V. D. auf Myokardinfarkt

*Beachte: Bei Verdacht auf Myokardinfart sind intravenöse Opioide immer noch Analgetika der ersten Wahl in der Erstversorgung. Es gibt seit neuestem Hinweise dafür, dass diese Substanzen die Resorption von Thrombozytenaggregationshemmern verlangsamen.

Weitere Hinweise

  • Wenn man alle Patienten mit akuten Thoraxschmerzen trotz fehlender Ischämie- und Warnsignale (abnorme Vitalzeichen) routinemäßig im Krankenhaus behalten würde, würde gemäß einer Studie bestenfalls einer von 1817 Patienten (= 0,06 %) wegen einer schweren kardialen Komplikation davon profitieren [1].

Literatur

  1. Weinstock MB et al.: Risk for Clinically Relevant Adverse Cardiac Events in Patients With Chest Pain at Hospital Admission. JAMA Intern Med, online 18. Mai 2015; doi:10.1001/jamainternmed.2015.1674

     
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