Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Weitere Therapie
Akne (Acne vulgaris)

Allgemeine Maßnahmen

  • Nur mit sauberen Händen ins Gesicht greifen.
  • Keine Manipulation ("Kratzen") an Papeln (von lat.: papula „Bläschen“ oder Knötchen) und Pusteln (von lat.: pustula; Eiterbläschen)
  • Kein Tragen von Stirnbändern
  • Tipps zur Hautpflege:
    • Aknepatienten sollten maximal einmal am Tag die Gesichtshaut mit einem milden Reiniger (oder besser nur mit reinem Wasser) sanft und ohne großes Reiben von Talg und Fetten befreien.
      Achtung!
      Größere Mengen von Waschsubstanzen führen zu Rötungen!
    • Als Waschsubstanz eignen sich seifenfreie pH-neutrale Waschsyndets (zusammengesetzter Begriff aus synthetischen Detergentien; damit werden synthetische waschaktive Substanzen bezeichnet), die sparsam angewendet werden sollten.
    • Zur Hautpflege geeignet sind Öl-in-Wasser-Emulsionen und Hydrogele.
  • Überprüfung der Dauermedikation wg. möglicher Auswirkung auf die vorhandene Krankheit
  • Vermeidung von Umweltbelastungen:
    • Chinin – ein Alkaloid, das aus der Chinarinde gewonnen wird
    • Halogene – dieses sind Fluor, Chlor, Brom und Jod, sowie das aufgrund seiner Radioaktivität äußerst seltene und weitgehend unerforschte Element Astat
    • Kontakt zu Substanzen wie Öl, Pech oder Dioxin

Konventionelle nicht-operative Therapieverfahren

  • Chemisches Peeling (unter niedrigdosierter Isotretinoin-Therapie möglich; keine gesteigerte Narbenbildung oder schlechte Wundheilung [2]]
  • Dermabrasion (manuelle Dermabrasion oder Mikrodermabrasion ist auch dann möglich, wenn Patienten in den vorausgehenden Monaten Isotretinoin eingenommen hatten oder während der Dermabrasion mit dem Vitamin-A-Metabolit behandelt wurden; keine Hinweise für Narbenbildung [2])
  • Glykolsäure-Peeling – Peeling mit 10- bis 40%iger Glykolsäure; Indikation: leichte Akne [3]

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen

  • Regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen

Ernährungsmedizin

  • Ernährungsberatung auf der Grundlage einer Ernährungsanalyse
  • Ernährungsempfehlungen gemäß einem Mischköstler unter Berücksichtigung der vorliegenden Erkrankung. Das bedeutet u. a.:
    • täglich insgesamt 5 Portionen frisches Gemüse und Obst (≥ 400 g; 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst)
    • ein- bis zweimal pro Woche frischen Seefisch, d. h. fette Meeresfische (Omega-3-Fettsäuren) wie Lachs, Hering, Makrele
    • ballaststoffreiche Ernährung (Vollkornprodukte, Gemüse)
    • Beachtung folgender ernährungsmedizinischer Empfehlungen:
      • Im Rahmen einer "Anti-Akne-Diät" sollten folgenden Lebensmittel bevorzugt bzw. gemieden/reduziert werden [1]:
        • Meiden/reduzieren: Mono- und Disaccharide (Einfach- und Zweifachzucker), z. B. Weißmehlprodukte, zuckerreiche Getränke; Milch und Milchprodukte; gesättigte Fettsäuren (enthalten in tierischen Produkten); Trans-Fettsäuren (z. B. in Fast-Food-Produkten, Backwaren, Chips, Snacks, Keksen, frittierten Speisen)
        • Bevorzugen: Gemüse (sekundäre Pflanzenstoffe, vor allem Polyphenole); Fisch (Omega-3-Fettsäuren)
  • Auswahl geeigneter Lebensmittel auf Grundlage der Ernährungsanalyse
  • Siehe auch unter "Therapie mit Mikronährstoffen (Vitalstoffe)" – ggf. Einnahme eines geeigneten Nahrungsergänzungsmittels
  • Detaillierte Informationen zur Ernährungsmedizin erhalten Sie von uns

Physikalische Therapie (inkl. Physiotherapie)

  • Eine fachlich gute manuell-physikalische Therapie mit Entfernung oder Entleerung der Komedonen (von lat.: con-edere ‚mitessen', daher auch Mitesser genannt) kann ergänzend zu der medikamentösen Therapie durchgeführt werden.

Organisationen und Selbsthilfegruppen

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
    Postfach 91 01 52, D-51071 Köln
    Telefon: 0221-89920, Fax: 0221-8992300 E-Mail: poststelle@bzga.de, Internet: www.bzga.de

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Literatur

  1. Melnik BC: Linking diet to acne metabolomics, inflammation, and comedogenesis: an update. Clin Cosmet Investig Dermatol. 2015 Jul 15;8:371-88. doi: 10.2147/CCID.S69135. eCollection 2015.
  2. Spring L. K. et al.: Isotretionoin and Timing of Procedural Interventions. Author Affiliations JAMA Dermatol. Published online June 28, 2017. doi:10.1001/jamadermatol.2017.2077
  3. De Vries FMC et al.: The efficacy and safety of non-pharmacological therapies for the treatment of acne vulgaris: A systematic review and best-evidence synthesis. J Eur Acad Dermatol Venereol. 2018 Jul;32(7):1195-1203. doi: 10.1111/jdv.14881. Epub 2018 Mar 6.
     
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