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Weitere Therapie
Winterdepression

Allgemeine Maßnahmen

  • Gestalten Sie Ihre Wohnung möglichst hell, indem sie diese entsprechend streichen oder tapezieren. Verwenden Sie auch überwiegend helle Stoffe und Möbel.
  • Benutzen Sie Lampen mit hoher Wattzahl bzw. mit hoher Helligkeit.
  • Halten Sie sich tagsüber möglichst in der Nähe von Fenstern auf. ­
  • Gehen Sie jeden Tag mindestens 30 bis 60 Minuten spazieren (möglichst um die Mittagszeit). Zu dieser Zeit herrscht selbst an einem wolkigen Wintertag eine Lichtstärke von ca. 2.000 Lux. Wohnräume haben dagegen zu dieser Zeit selten mehr als 100 Lux. 
  • Tragen Sie im Freien keine Sonnenbrille!
  • Machen Sie in den Wintermonaten Urlaub im Süden oder in schneebedeckten Regionen. Dort werden tagsüber Lichtstärken bis zu 100.000 Lux erreicht.
  • Begrenzter Alkoholkonsum (Männer: max. 25 g Alkohol pro Tag; Frauen: max. 12 g Alkohol pro Tag)
  • Vermeidung von Drogenkonsum

Konventionelle nicht-operative Therapieverfahren

  • Lichttherapie: Verlängerung der Einwirkung des Lichts mithilfe von künstlichem Licht (Licht mit einer Beleuchtungsstärke von 2.500 bis 10.000 Lux). Diese Geräte liefern „weißes“ Licht und filtern schädliche UV-Anteile heraus. Je „weißer“ das Licht ist, umso günstiger wirkt es. Die Therapie muss mindestens eine Woche lang durchgeführt werden.
    Siehe auch Vergleich Wirksamkeit "Lichttherapie und kognitive Verhaltenstherapie (KVT)" bei saisonalen affektiven Störungen (SAD; Winterdepression) unter Psychotherapie/Kognitive Verhaltenstherapie (KVT).

Ernährungsmedizin

  • Ernährungsberatung auf der Grundlage einer Ernährungsanalyse
  • Ernährungsempfehlungen gemäß einem Mischköstler unter Berücksichtigung der vorliegenden Erkrankung. Das bedeutet u. a.:
    • täglich insgesamt 5 Portionen frisches Gemüse und Obst (≥ 400 g; 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst)
    • ein- bis zweimal pro Woche frischen Seefisch, d. h. fette Meeresfische (Omega-3-Fettsäuren) wie Lachs, Hering, Makrele
    • ballaststoffreiche Ernährung (Vollkornprodukte, Gemüse)
  • Beachtung folgender spezieller Ernährungsempfehlungen:
    • Ernährung reich an:
      • Vitaminen (Vitamin D, Folsäure)
      • Mineralstoffen (Magnesium)
      • Spurenelementen (Zink)
      • Omega-3-Fettsäuren (Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA))
      • Aminosäuren (S-Adenosyl-Methionin (SAMe))
      • Sekundären Pflanzenstoffen (Isoflavone (Phytoöstrogene))
  • Auswahl geeigneter Lebensmittel auf Grundlage der Ernährungsanalyse
  • Siehe auch unter "Therapie mit Mikronährstoffen (Vitalstoffe)" – ggf. Einnahme eines geeigneten Nahrungsergänzungsmittels
  • Detaillierte Informationen zur Ernährungsmedizin erhalten Sie von uns.

Sportmedizin

  • Bewegung ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie der Winterdepressionen. Sie sollte regelmäßig, am besten im Freien durchgeführt werden.
  • Ausdauertraining (Cardiotraining) und Krafttraining (Muskeltraining)
  • Erstellung eines Fitness- bzw. Trainingsplans mit geeigneten Sportdisziplinen auf der Grundlage eines medizinischen Checks (Gesundheitscheck bzw. Sportlercheck)
  • Detaillierte Informationen zur Sportmedizin erhalten Sie von uns.

Psychotherapie

  • Ggf. Psychotherapie (inkl. Stressmanagement)
  • Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) – Die KVT erzielte bei akuten saisonalen affektiven Störungen (SAD) länger andauernde Effekte und eignet sich zur Rezidivprävention [1].
  • Detaillierte Informationen zur Psychosomatik (inkl. Stressmanagement) erhalten Sie von uns.

Organisationen und Selbsthilfegruppen

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
    Postfach 91 01 52, D-51071 Köln
    Telefon: 0221-89920, Fax: 0221-8992300 E-Mail: poststelle@bzga.de, Internet: www.bzga.de

Falls Sie sich zu weiteren möglichen Therapiemaßnahmen informieren möchten, geben Sie in die Suche des DocMedicus Gesundheitsportals die jeweilige Krankheit ein und klicken auf "Enter". Das Ergebnis der Suche ist u. a. eine Trefferliste zur Kategorie "Therapie".

Literatur

  1. Rohan KJ, Meyerhoff J, Ho SY et al.: Outcomes one and two winters following cognitive-behavioral therapy or light therapy for seasonal affective disorder. Am J Psychiatry 2016 Mar 1;173(3):244-51. doi: 10.1176/appi.ajp.2015.15060773. Epub 2015 Nov 5.
     
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