Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Therapie
Schreiender Säugling

Die Therapie ist abhängig von der Ursache der Erkrankung. Eine medikamentöse Therapie ist bei exzessivem Schreien nicht indiziert!

Nachfolgend für Betroffene Hinweise zu allgemeinen Maßnahmen im Sinne der Selbsthilfe.

Allgemeine Maßnahmen

  • Beruhigung des Kindes – beobachten, was dem Kind gut tut, z. B.:
    • Schmusen
    • das Baby eng am Körper tragen, z. B. in einem Tragetuch
    • Schaukeln des Kindes z. B. im Schaukelstuhl oder in der Wiege
    • Spaziergang mit dem Kinderwagen
    • das Kind warm baden
    • Bauch-Massage
    • etc. 
  • Falls das Baby bei Tag länger als drei Stunden am Stück schläft, sollte es sanft geweckt werden, damit es sich an einen normalen Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnt.
  • Wenn das Baby müde ist und nicht schreit, sollte es ohne engen Kontakt zu einem Elternteil hingelegt werden, um zu lernen, von alleine in den Schlaf zu finden.
  • Der Abstand zwischen dem Füttern sollte nicht weniger als zwei Stunden betragen, denn der Magen des Babys benötigt zur Entleerung rund zwei Stunden. Ansonsten kann es zu Bauchschmerzen kommen. Das Kind hat nicht jedes Mal Hunger, wenn es schreit. In den ersten drei Lebensmonaten benötigt das Baby zwischen 5 und 7 Mahlzeiten innerhalb von 24 Stunden.
  • Stillende sollten auf koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Tee und Cola verzichten.
  • Eltern von exzessiv schreienden Babys sollten auf ausreichend Ruhephasen für sich selbst achten. Wenn das Baby mal schläft, sollten sich die Eltern auch hinlegen.
  • Zur Unterstützung sollten von Zeit zu Zeit Verwandte und Freunde mit einbezogen werden, sodass die Eltern auch mal die Möglichkeit haben, etwas anderes zu sehen. 
  • Niemals das Kind schütteln, wenn das Schreien nicht mehr ertragen werden kann! Schütteln kann zu schwersten, lebenslangen Behinderungen durch Hirnblutungen führen.
  • Ein Hausarzt oder Pädiater (Kinderarzt) sollte aufgesucht werden, falls:
    • das Schreien des Kindes anders als sonst oder schmerzbedingt erscheint
    • das Schreien länger als drei Stunden anhält
    • das Kind das Trinken verweigert
    • Fieber auftritt (> 38,5 °C)
    • das Kind erbricht
    • in der Leistenregion eine Vorwölbung zu sehen bzw. zu ertasten ist
    • das Kind nach längerem Schreien lethargisch wirkt

Ernährungsmedizin

  • Ggf. Gabe von Probiotika und Fenchelextrakten; allerdings liegen bislang keine evidenzbasierten Studien vor.

Psychotherapie

  • Psychoedukation der Eltern (geduldige Anteilnahme)
  • Ggf. Verweis im Rahmen der psychosozialen Versorgung an Beratungsstellen der „Frühen Hilfen“ und „Schreiambulanzen“

Komplementäre Behandlungsmethoden

  • Akupunktur *
  • Babymassage [1]
  • Chiropraktik (Kraniosakraltherapie) *
  • Osteopathie *

*keine evidenzbasierte Literatur vorliegend

Organisationen und Selbsthilfegruppen

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
    Postfach 91 01 52, D-51071 Köln
    Telefon: 0221-89920, Fax: 0221-8992300, E-Mail: poststelle@bzga.de, Internet: www.bzga.de

Literatur

  1. Underdown A, Barlow J, Chung V et al.: Massage intervention for promoting mental and physical health in infants aged under six months. Cochrane Database Syst Rev 2006 Oct 18;(4):CD005038.
     
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