Regelschmerzen (Dysmenorrhoe) – Medikamentöse Therapie
Therapieziele
- Schmerzlinderung: rasche und möglichst vollständige Kontrolle der menstruationsassoziierten Schmerzen und Begleitsymptome.
- Erhalt der Funktionsfähigkeit: Vermeidung dysmenorrhoebedingter (durch Regelschmerzen bedingter) Einschränkungen in Alltag, Schule, Studium und Beruf.
- Rezidivprophylaxe (Vorbeugung erneut auftretender Beschwerden): vorbeugende Behandlung bei regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden.
- Behandlung sekundärer Ursachen: frühzeitige Erkennung und ursachengerechte Therapie insbesondere einer Endometriose (Erkrankung mit gebärmutterschleimhautähnlichem Gewebe außerhalb der Gebärmutter), Adenomyosis uteri (Gebärmutterschleimhautinseln in der Gebärmuttermuskulatur), eines Uterus myomatosus (Gebärmutter mit Muskelknoten) oder einer entzündlichen Erkrankung des Beckens (Entzündung der inneren weiblichen Geschlechtsorgane).
- Therapiesicherheit: Vermeidung unnötiger Polypharmazie (gleichzeitige Anwendung vieler Arzneimittel), ungeeigneter Analgetika und einer Verzögerung der erforderlichen Diagnostik.
Therapieempfehlungen
- Primäre Dysmenorrhoe: Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) sind bei fehlenden Kontraindikationen die medikamentöse Therapie der ersten Wahl. Eine klinisch relevante Überlegenheit eines bestimmten NSAR ist nicht gesichert [1].
- Bei regelmäßigem Zyklus sollte die Einnahme 1-2 d vor der erwarteten Menstruation oder spätestens bei Beginn der Schmerzen erfolgen.
- Die Behandlung erfolgt in ausreichend wirksamer Dosierung und festen Einnahmeintervallen während der ersten 2-3 Menstruationstage.
- Es ist die niedrigste wirksame Dosis so kurz wie möglich und so lange wie medizinisch notwendig anzuwenden.
- Mehrere NSAR dürfen nicht miteinander kombiniert werden.
- Alternative bei Kontraindikation gegen NSAR: Paracetamol kann zur kurzfristigen symptomatischen Therapie eingesetzt werden, ist bei primärer Dysmenorrhoe jedoch im Allgemeinen weniger wirksam als NSAR [1].
- Hormonelle Therapie: Bei gleichzeitigem Kontrazeptionswunsch, unzureichender Wirksamkeit, Unverträglichkeit oder Kontraindikation von NSAR können kombinierte hormonelle Kontrazeptiva eingesetzt werden. Kombinierte orale Kontrazeptiva vermindern die Schmerzen bei primärer Dysmenorrhoe; Zwischenblutungen, Kopfschmerzen und Übelkeit können auftreten [2].
- Die Auswahl richtet sich nach Kontrazeptionswunsch, Blutungsmuster, Begleiterkrankungen, individuellen Risikofaktoren und den jeweiligen Kontraindikationen.
- Monophasische kombinierte orale Kontrazeptiva können zyklisch oder im Langzyklus angewendet werden.
- Abhängig von der Zulassung des jeweiligen Präparats kann der Langzyklus einen Off-Label-Use darstellen.
- Bei Kontraindikationen gegen Estrogene können geeignete reine Gestagenmethoden individuell erwogen werden.
- Sekundäre Dysmenorrhoe: Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung. Eine progrediente oder erstmals nach zuvor schmerzfreien Menstruationen auftretende Dysmenorrhoe, Dyspareunie (Schmerzen beim Geschlechtsverkehr), Dyschezie (Schmerzen beim Stuhlgang), chronische Unterbauchschmerzen, Infertilität (Unfruchtbarkeit) oder ein unzureichendes Ansprechen auf eine korrekt durchgeführte empirische Therapie erfordern eine weiterführende gynäkologische Abklärung [LL1, LL2].
- Endometrioseassoziierte Dysmenorrhoe: Nach der aktuellen S2k-Leitlinie soll in der symptomatischen medikamentösen Erstlinientherapie ein geeignetes Gestagen, beispielsweise Dienogest, oder bei operativ gesicherter Endometriose ein oral bioverfügbarer Gonadotropin-Releasing-Hormon-Antagonist mit Add-back-Therapie eingesetzt werden. Kombinierte orale Kontrazeptiva, andere Gestagene einschließlich lokaler Applikationsformen sowie Gonadotropin-Releasing-Hormon-Agonisten mit Add-back-Therapie sind weitere Optionen [LL1].
- Unterstützende Maßnahmen: lokale Wärmeanwendung und regelmäßige körperliche Aktivität können ergänzend angeboten werden. Körperliche Aktivität kann die Schmerzintensität vermindern, die Evidenzsicherheit ist jedoch begrenzt [4].
Wirkstoffe (Hauptindikation)
Primäre Dysmenorrhoe - Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)
| Wirkstoff | Besonderheiten |
| Ibuprofen | Für die kurzzeitige symptomatische Behandlung von Regelschmerzen zugelassen; möglichst frühzeitig bei Schmerzbeginn einnehmen [FI1] |
| Naproxen | Für schmerzhafte Beschwerden während der Regelblutung zugelassen; ohne ärztlichen Rat maximal 4 d anwenden [FI2] |
| Paracetamol | Alternative bei Kontraindikation oder Unverträglichkeit von NSAR; bei Dysmenorrhoe im Allgemeinen weniger wirksam als NSAR; Dosisreduktion beziehungsweise Kontraindikation bei Lebererkrankungen, chronischem Alkoholabusus, Mangelernährung oder niedrigem Körpergewicht beachten [1] |
- Wirkweise: NSAR hemmen die Cyclooxygenase und damit die Prostaglandinsynthese; hierdurch werden uterine Hyperkontraktilität (übermäßig starke Gebärmutterkontraktionen), Ischämie (Minderdurchblutung), Entzündungsreaktion und Schmerz vermindert.
- Indikationen: primäre Dysmenorrhoe sowie symptomatische Schmerztherapie bei sekundärer Dysmenorrhoe als Bestandteil einer ursachengerechten Behandlung.
- Kontraindikationen: aktive gastrointestinale Blutung (Blutung im Magen-Darm-Trakt) oder rezidivierende peptische Ulzera (wiederkehrende Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre), vorausgegangene NSAR-induzierte gastrointestinale Blutung oder Perforation (Durchbruch), schwere Nieren-, Leber- oder Herzinsuffizienz, aktive Blutung, NSAR-induzierte Überempfindlichkeitsreaktion und letztes Schwangerschaftsdrittel [FI1, FI2].
- Nebenwirkungen: Dyspepsie (Verdauungsbeschwerden), Übelkeit, gastrointestinale Ulzera und Blutungen, Nierenfunktionsstörungen, Flüssigkeitsretention, Blutdruckanstieg, kardiovaskuläre Ereignisse, Bronchospasmus (Verkrampfung der Bronchien) und Überempfindlichkeitsreaktionen [FI1, FI2].
Beachte: Ab der 20. Schwangerschaftswoche sind NSAR nur bei zwingender Indikation, in der niedrigsten wirksamen Dosis und möglichst kurzzeitig anzuwenden. Bei einer Anwendung über mehrere Tage können fetale Nierenfunktionsstörungen, Oligohydramnion (zu geringe Fruchtwassermenge) und eine Verengung des Ductus arteriosus auftreten [FI1, FI2].
Beachte: Das gastrointestinale Blutungsrisiko steigt insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Antikoagulanzien, Thrombozytenaggregationshemmern, systemischen Glucocorticoiden oder selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern. Weitere klinisch relevante Interaktionen bestehen unter anderem mit Methotrexat, Lithium, Diuretika, Angiotensin-Converting-Enzyme-Hemmern und Angiotensin-II-Rezeptorblockern [FI1, FI2].
Hormonelle Therapie der primären Dysmenorrhoe
| Wirkstoff | Besonderheiten |
| Monophasisches kombiniertes orales Kontrazeptivum, beispielsweise Ethinylestradiol plus Levonorgestrel | Geeignet bei zusätzlichem Kontrazeptionswunsch; Wirksamkeit bei primärer Dysmenorrhoe belegt [2]; Langzyklus abhängig vom Präparat gegebenenfalls Off-Label-Use |
| Reines Gestagenkontrazeptivum | Individuelle Alternative bei Kontraindikation gegen Estrogene; Behandlung der primären Dysmenorrhoe abhängig vom Präparat als Off-Label-Use |
- Wirkweise: Hemmung der Ovulation, Suppression der endometrialen Proliferation, Verminderung der Menstruationsblutung und Reduktion der endometrialen Prostaglandinbildung.
- Indikationen: primäre Dysmenorrhoe bei Kontrazeptionswunsch, unzureichender NSAR-Wirkung, NSAR-Unverträglichkeit oder Kontraindikation gegen NSAR [2].
- Kontraindikationen: methodenabhängig; bei kombinierten hormonellen Kontrazeptiva insbesondere bestehende oder vorausgegangene venöse beziehungsweise arterielle Thromboembolie (Gefäßverschluss durch ein Blutgerinnsel), bekannte Thrombophilie (erhöhte Blutgerinnungsneigung), Migräne mit Aura (Kopfschmerzerkrankung mit vorübergehenden neurologischen Ausfällen), schwere oder unkontrollierte Hypertonie (Bluthochdruck), schwere Lebererkrankung, hormonabhängige maligne Erkrankung (hormonabhängige Krebserkrankung), ungeklärte vaginale Blutung und Schwangerschaft.
- Nebenwirkungen: Zwischenblutungen, Amenorrhoe (Ausbleiben der Regelblutung), Kopfschmerzen, Übelkeit, Mastodynie (Brustschmerzen) und Stimmungsschwankungen; bei estrogenhaltigen Präparaten zusätzlich erhöhtes Risiko venöser und arterieller thromboembolischer Ereignisse.
Endometrioseassoziierte Dysmenorrhoe
| Wirkstoff | Besonderheiten |
| Dienogest | Für die Behandlung der Endometriose zugelassen; Erstlinienoption gemäß S2k-Leitlinie; Einnahme unabhängig von vaginalen Blutungen und ohne Einnahmepause; kein verlässliches Kontrazeptivum, erforderlichenfalls nicht hormonelle Kontrazeption anwenden [LL1, FI3] |
| Relugolix/Estradiol/Norethisteronacetat | Für die symptomatische Behandlung der Endometriose nach vorausgegangener medikamentöser oder chirurgischer Behandlung zugelassen; Therapiebeginn innerhalb der ersten 5 d nach Einsetzen der Menstruationsblutung; hormonelle Kontrazeptiva vor Beginn absetzen [LL1, R1] |
| Linzagolix plus hormonelle Add-back-Therapie | Für die symptomatische Behandlung der Endometriose nach vorausgegangener medikamentöser oder chirurgischer Behandlung zugelassen; Schwangerschaft vor Beginn ausschließen; Kontrolle der Knochenmineraldichte nach Fachinformation [LL1, R2] |
| Kombiniertes orales Kontrazeptivum | Leitliniengestützte Option zur Reduktion endometrioseassoziierter Dysmenorrhoe; für die Endometriosebehandlung im Regelfall Off-Label-Use [LL1, LL2] |
| Levonorgestrel-haltiges Intrauterinsystem | Leitliniengestützte Option zur Reduktion endometrioseassoziierter Dysmenorrhoe; für die Endometriosebehandlung Off-Label-Use [LL1, LL2] |
| Weitere Gestagene | Alternative hormonelle Suppression; bei fehlender spezifischer Zulassung für Endometriose Off-Label-Use [LL1, LL2] |
| Gonadotropin-Releasing-Hormon-Agonisten, beispielsweise Leuprorelinacetat, mit Add-back-Therapie | Zweitlinienbehandlung bei unzureichender Wirksamkeit oder Unverträglichkeit anderer hormoneller Therapieoptionen; hypoestrogene Nebenwirkungen und Verlust der Knochenmineraldichte beachten [LL1, LL2] |
- Wirkweise: Gestagene induzieren eine Dezidualisierung und Atrophie (Gewebsrückbildung) endometrialen beziehungsweise endometrioseassoziierten Gewebes; Gonadotropin-Releasing-Hormon-Agonisten und -Antagonisten vermindern die ovarielle Estrogenproduktion. Eine Add-back-Therapie reduziert hypoestrogene Beschwerden und den Verlust der Knochenmineraldichte [LL1, LL2].
- Indikationen: endometrioseassoziierte Dysmenorrhoe, nichtzyklische Unterbauchschmerzen und weitere schmerzbedingte Endometriosesymptome unter Berücksichtigung von Kinderwunsch, Vorbehandlung und individueller Nutzen-Risiko-Abwägung [LL1, LL2].
- Kontraindikationen: Schwangerschaft und Stillzeit sowie wirkstoffspezifische Kontraindikationen; bei estrogenhaltiger Add-back-Therapie insbesondere thromboembolische Erkrankungen, relevante kardiovaskuläre Erkrankungen, schwere Lebererkrankungen, hormonabhängige maligne Erkrankungen und ungeklärte genitale Blutungen. Bei Linzagolix ist eine bekannte Osteoporose (Knochenschwund) kontraindiziert [FI3, R1, R2].
- Nebenwirkungen: Zwischenblutungen, Amenorrhoe, Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Libidoverlust und vaginale Trockenheit; bei ausgeprägter Estrogensuppression Abnahme der Knochenmineraldichte [FI3, R1, R2].
Ursachenspezifische Behandlung weiterer sekundärer Dysmenorrhoen
- Adenomyosis uteri: hormonelle Suppression, insbesondere durch ein Levonorgestrel-haltiges Intrauterinsystem, Gestagene oder kombinierte hormonelle Kontrazeptiva; Auswahl nach Blutungsstärke, Kinderwunsch und Kontraindikationen [LL1].
- Uterus myomatosus: Behandlung in Abhängigkeit von Myomlage, Myomgröße, Blutungsstörung, Kinderwunsch und weiteren Symptomen; siehe unter „Uterus myomatosus/Pharmakotherapie“.
- Entzündliche Erkrankung des Beckens: leitliniengerechte kalkulierte beziehungsweise erregeradaptierte Antibiotikatherapie; eine alleinige Analgetikatherapie ist nicht ausreichend.
- Kupferhaltiges Intrauterinpessar: Bei neu aufgetretener oder verstärkter Dysmenorrhoe Zusammenhang prüfen und gegebenenfalls Wechsel auf eine andere Kontrazeptionsmethode erwägen.
Nicht regelhaft empfohlene Wirkstoffe
- Metimazol: ist ein Thyreostatikum und besitzt keine analgetische oder spasmolytische Indikation bei Dysmenorrhoe. Die frühere Nennung beruhte auf einer Verwechslung mit Metamizol.
- Metamizol: ist keine Standardtherapie der primären Dysmenorrhoe und sollte nicht routinemäßig eingesetzt werden.
- Butylscopolamin: ist für die primäre Dysmenorrhoe nicht ausreichend evidenzbasiert und kein Ersatz für NSAR oder eine indizierte hormonelle Therapie.
- Indometacin, Phenylbutazon, Piroxicam, Meloxicam und selektive Cyclooxygenase-2-Hemmer: sind wegen des ungünstigeren Nutzen-Risiko-Verhältnisses beziehungsweise fehlender spezifischer Zulassung keine bevorzugten Routineoptionen [1].
- Acetylsalicylsäure: ist wegen ihrer irreversiblen Thrombozytenaggregationshemmung und einer möglichen Verstärkung der Menstruationsblutung nicht zu bevorzugen.
- Opioide: sind für die Behandlung der primären Dysmenorrhoe nicht indiziert.
Phytotherapeutika
- Ingwerpulver: 0,75-2 g/d während der ersten Menstruationstage.
- Wirkweise: Gingerole und Shogaole beeinflussen unter anderem Cyclooxygenase- und Lipoxygenase-abhängige Signalwege.
- Evidenz: Eine Metaanalyse kleiner randomisierter Studien deutet auf eine schmerzlindernde Wirkung bei primärer Dysmenorrhoe hin; aufgrund begrenzter Studienqualität und heterogener Präparate ist Ingwer lediglich als ergänzende Option anzusehen [3].
Supplemente (Nahrungsergänzungsmittel; Vitalstoffe)
Geeignete Nahrungsergänzungsmittel für den Säure-Basen-Haushalt sollten die folgenden Vitalstoffe enthalten:
- Vitamine (D, E)
- Mineralstoffe (Calcium, Kalium, Magnesium)
- Spurenelemente (Zink)
- Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren: Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA))
- Weitere Vitalstoffe (Fruchtsäuren – Citrat (gebunden in Magnesium-, Kalium- und Calciumcitrat))
Beachte: Die aufgeführten Vitalstoffe sind kein Ersatz für eine medikamentöse Therapie. Nahrungsergänzungsmittel sind dazu bestimmt, die allgemeine Ernährung in der jeweiligen Lebenssituation zu ergänzen.
Für Fragen zum Thema Nahrungsergänzungsmittel stehen wir Ihnen gerne kostenfrei zur Verfügung.
Nehmen Sie bei Fragen dazu bitte per E-Mail – info@docmedicus.de – Kontakt mit uns auf, und teilen Sie uns dabei Ihre Telefonnummer mit und wann wir Sie am besten erreichen können.
Red Flags (Warnzeichen) bei Dysmenorrhoe
- Akuter oder ungewöhnlich starker Unterbauchschmerz: insbesondere bei möglicher Schwangerschaft, ausbleibender Menstruation, vaginaler Blutung, Kreislaufinstabilität oder Synkope (Ohnmacht); Extrauteringravidität (Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter) und andere gynäkologische Notfälle unverzüglich ausschließen.
- Fieber oder Infektionszeichen: Fieber, übelriechender beziehungsweise eitriger Fluor (Scheidenausfluss), ausgeprägter Druck- oder Bewegungsschmerz des Uterus beziehungsweise der Adnexe oder reduzierter Allgemeinzustand.
- Hinweise auf sekundäre Dysmenorrhoe: progrediente Beschwerden, erstmaliger Beginn nach zuvor schmerzfreien Menstruationen, Dyspareunie, Dyschezie, Dysurie (Schmerzen beim Wasserlassen), azyklische Schmerzen, Hypermenorrhoe (verstärkte Menstruationsblutung), Zwischenblutungen oder Infertilität [LL1, LL2].
- Therapieversagen: fehlende ausreichende Besserung trotz korrekt dosierter und zeitgerecht begonnener NSAR-Therapie beziehungsweise hormoneller Suppression; insbesondere Endometriose und Adenomyosis uteri ausschließen [LL1, LL2].
- Analgetikakomplikationen: Hämatemesis (Bluterbrechen), Meläna (Teerstuhl), schwere Oberbauchschmerzen, Oligurie (verminderte Urinausscheidung), Dyspnoe (Atemnot), generalisierte Hautreaktion oder anaphylaktische Symptome (Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion) unter NSAR.
Abkürzungsverzeichnis
- d: Tag beziehungsweise Tage
- DHA: Docosahexaensäure
- EPA: Eicosapentaensäure
- FI: Fachinformation
- g: Gramm
- h: Stunde beziehungsweise Stunden
- LL: Leitlinie
- max.: maximal
- mg: Milligramm
- NSAR: Nichtsteroidale Antirheumatika
- p.o.: per os
- R: behördliche oder regulatorische Quelle
- S2k: konsensbasierte Leitlinie der Entwicklungsstufe S2k
- z. B.: zum Beispiel
Literatur
- Marjoribanks J, Ayeleke RO, Farquhar C, Proctor M. Nonsteroidal anti-inflammatory drugs for dysmenorrhoea. Cochrane Database Syst Rev. 2015;(7):CD001751. doi: 10.1002/14651858.CD001751.pub3
- Schroll JB, Black AY, Farquhar C, Chen I. Combined oral contraceptive pill for primary dysmenorrhoea. Cochrane Database Syst Rev. 2023;7(7):CD002120. doi: 10.1002/14651858.CD002120.pub4
- Daily JW, Zhang X, Kim DS, Park S. Efficacy of Ginger for Alleviating the Symptoms of Primary Dysmenorrhea: A Systematic Review and Meta-analysis of Randomized Clinical Trials. Pain Med. 2015;16(12):2243-2255. doi: 10.1111/pme.12853
- Armour M, Ee CC, Naidoo D, et al. Exercise for dysmenorrhoea. Cochrane Database Syst Rev. 2019;9(9):CD004142. doi: 10.1002/14651858.CD004142.pub4
Leitlinien, Referenzwerte und Protokolle
- S2k-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der Endometriose. (AWMF-Registernummer: 015 - 045), April 2025 Langfassung
- Becker CM, Bokor A, Heikinheimo O, et al. ESHRE guideline: endometriosis. Hum Reprod Open. 2022;2022(2):hoac009. doi: 10.1093/hropen/hoac009
Fachinformationen
- Ibuprofen AbZ 400 mg akut Filmtabletten. Fachinformation, Stand August 2024. Fachinformation
- Kenvue Germany GmbH. Dolormin für Frauen bei Menstruationsbeschwerden mit Naproxen. Produkt- und Dosierungsinformation, Stand Mai 2025. Produktinformation
- Visanne 2 mg Tabletten. Fachinformation, Stand Oktober 2025. Fachinformation
Behördliche und regulatorische Quellen
- European Medicines Agency. Ryeqo 40 mg/1 mg/0,5 mg Filmtabletten: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels. Produktinformation
- European Medicines Agency. Yselty 100 mg und 200 mg Filmtabletten: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels. Produktinformation