Brustverkleinerung (Mammareduktionsplastik)

Sehr große Brüste können sowohl körperlich als auch psychisch eine Belastung für die Frau darstellen.

Unwohlsein, oder das Gefühl angestarrt zu werden führen dazu, dass sich viele Frauen hinter weiter Kleidung verstecken.

Große Brüste sind meist nicht straff, sondern neigen aufgrund ihres Gewichtes dazu zu hängen, was die betroffenen Frauen als ästhetisch störend empfinden. Körperliche Folgen wie Rückenschmerzen oder Hautschäden machen den Alltag zur Qual.

Hier kann eine Brustverkleinerung Abhilfe schaffen.
Der Busen wird dadurch leichter, was körperliche Schädigungen mindert oder gar beseitigt
.

Eine
Mammareduktionsplastik (Brustverkleinerung) ist ein operativer Eingriff an der weiblichen Brust, der zur Verkleinerung derselben führt. Dieser Eingriff fällt in die Gebiete der rekonstruktiven und der ästhetischen Chirurgie sowie der plastischen Chirurgie.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

  • Fehlhaltungen, chronische Beschwerden im Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule bei Mammahypertrophie (große überentwickelte Brüste)
  • Asymmetrien der Mammae (unterschiedliche Brustgrößen)
  • psychische Belastungen wg. Mammahypertrophie 

Eine Brustverkleinerung kann gegebenenfalls auch mit einer Mastopexie (Bruststraffung) kombiniert werden, sodass hängende Brüste wieder straff und fest werden. 

Vor der Operation

Vor der Operation sollte ein intensives Anamnesegespräch durchgeführt werden, dass die Krankengeschichte und die Motivation zu dem Eingriff einschließt. Die Durchführung, eventuelle Nebenwirkungen und die Folgen der Operation sollten ausführlich erörtert werden.
Beachte: Die Anforderungen der Aufklärung sind strenger als üblich, da Gerichte im Bereich der ästhetischen Chirurgie eine „schonungslose“ Aufklärung fordern.

Des Weiteren sollte der Patient vor einer Brustverkleinerung für die Dauer von sieben bis zehn Tagen weder Acetylsalicylsäure (ASS) noch Schlafmittel oder Alkohol zu sich nehmen. Sowohl Acetylsalicylsäure als auch andere Schmerzmittel verzögern die Blutgerinnung und können zu unerwünschten Blutungen führen.
Raucher sollten ihren Nikotinkonsum bereits vier Wochen vor dem Eingriff stark einschränken, um die Wundheilung nicht zu gefährden.

Das Operationsverfahren

Die Brustverkleinerung wird unter Vollnarkose durchgeführt. Anschließend werden Sie für etwa zwei bis acht Tage in der Klinik bleiben.

Es gibt zwei mögliche Schnittführungen, je nach Ausmaß der Brustverkleinerung:

  • Vertikale Schnittführung – ein Schnitt um den Warzenhof und einer zur Brustfalte
  • T-Schnitt – zusätzlich zum vertikalen Schnitt ein weiterer in der Brustfalte

Der behandelnde Arzt wird Sie gern beraten und die geeignete Technik auswählen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Während der Operation werden Fett- und Drüsengewebe reduziert und die überschüssige Haut wird entfernt.
Die Brustwarze wird in einem harmonischen Verhältnis etwas höher wieder angebracht, um eine natürlich wirkende Brust zu erhalten.
Bei großen Warzenhöfen werden diese entsprechend der neuen Brustgröße verkleinert
.
Der Operateur formt aus dem übrigen Gewebe eine neue, straffere Brust, die harmonisch zu den Körperproportionen passt.

Bei allen Brustoperationen wird darauf geachtet, die empfindlichen Nerven und Gefäße der Brustwarze nicht zu beschädigen, um zu erreichen, dass sowohl die Sensibilität als auch die Stillfähigkeit erhalten bleiben.

Anschließend wird die Wunde vernäht und es werden sogenannte Drainagen gelegt, die den Abfluss von Blut und Gewebeflüssigkeiten ermöglichen.

Ein straffer Verband stützt die Brust nach der Operation.

Nach der Operation

In den ersten Tagen fallen Bewegungen des Oberkörpers und der Arme noch etwas schwer.
Schwellungen und Blutergüsse sind möglich.
Etwa eine Woche nach der Operation werden die Fäden gezogen.

Die Narben verblassen im Laufe der Zeit und sind dann meist kaum sichtbar.

In den ersten Monaten nach der Operation muss ein spezieller Stütz-BH getragen werden.
Der gesamte Heilungsprozess nimmt etwa sechs Monate in Anspruch. 

Mögliche Komplikationen

  • Größere Blutungen während bzw. nach einer Operation, mit dem Risiko einer notwendigen Bluttransfusion bzw. einer Nachoperation (selten)
  • Größere Blutungen nach einer Operation
  • Wundheilungsstörungen im Operationsgebiet durch Infektionen, diese kann zu folgenden Komplikationen führen: Abszessbildung (umkapselte Eiteransammlungen), ggf. auch Durchblutungsstörungen mit der Folge von Nekrosen (Absterben von Gewebe) und/oder Einschmelzung von Fettgewebe
  • Brustasymmetrie durch einseitige Narbenbildungen
  • Narbenbildung ggf. Keloidbildung (wulstige Narben/Narbenwucherung mit Hautverfärbung)
  • Gefühlsstörungen im Bereich der Narben
  • Durch die Lagerung auf dem Operationstisch kann es zu Lagerungsschäden (z. B. Druckschäden an Weichteilen oder auch an Nerven, mit der Folge von Empfindungsstörungen kommen; in seltenen Fällen dadurch auch zu Lähmungen des betroffenen Gliedes).
  • Bei Überempfindlichkeit bzw. Allergien (z. B. Betäubungs-/Narkosemittel, Medikamente etc.) kann es vorübergehend zu folgenden Beschwerden kommen: Schwellung, Hautausschlag, Juckreiz, Niesen, tränende Augen, Schwindel oder Erbrechen.
  • Wie nach jedem operativen Eingriff kann es zu einer Thrombose kommen, mit der möglichen Folge einer Embolie und damit einer Lungenembolie. Eine Thromboseprophylaxe führt zu einer Risikoreduktion.

Ihr Nutzen

Eine Brustverkleinerung führt zu körperlichem Wohlbefinden, indem die schmerzhaften Folgen zu großer Brüste gemildert oder gar beseitigt werden.

Ebenso wird das Selbstvertrauen gestärkt, die psychische Belastung der vergangen Jahre wird beendet und ein neues Leben kann beginnen.


     
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