Arteriosklerose
Arterienverkalkung

Die Arteriosklerose - umgangssprachlich Arterienverkalkung genannt - bezeichnet einen chronisch, fortschreitenden Prozess, der zu charakteristischen Veränderungen der Innenschicht (Intima) und der inneren Schicht (Intima media) der Arterienwand führt.

 

 

 

Risikofaktoren für eine Arteriosklerose

Biographische - unveränderbare - Risikofaktoren

  • Alter
  • Geschlecht - Männer erkranken bis zu fünfmal häufiger an Verschlusskrankheiten
  • Familiengeschichte - Koronare Herzkrankheit oder Herzinfarkt in enger Verwandtschaftsbeziehung (1. Grades) - insbesondere bei Erkrankung der Männer vor dem 55. Lebensjahr beziehungsweise bei Frauen vor dem 65. Lebensjahr
  • Vorhandensein einer Arteriosklerose-bedingten Gefäßerkrankung
  • Koronare Herzkrankheit (KHK) (z.B. früherer Myokardinfarkt - Herzinfarkt -, Angina pectoris, angiographischer Nachweis einer KHK etc) ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für den akuten Herzinfarkt
  • Dopplersonographischer Nachweis von Stenosen, Plaques oder Intima-media-Verdickungen der Carotiden bedeuten ein 6-, 4- beziehungsweise 2-fach erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt

Modifizierbare - durch das Verhalten veränderbare - Risikofaktoren

Behandelbare Risikofaktoren - Krankheiten

*In einer Studie wurde erstmals gezeigt, dass Osteoporose ebenfalls einen signifikanten Risikofaktor für eine KHK - koronare Herzkrankheit - darstellt: Dieses erklärt sich durch die Tatsache, dass die so genannten Osteoklasten - Knochen abbauende Zellen - die Verkalkung der Arterien stimulieren.

Das gleichzeitige Vorhandensein mehrerer Gesundheitsrisiken potenziert das Arteriosklerose-Risiko.


Folgeerkrankungen der Arteriosklerose
 

Folgeerkrankungen der Arteriosklerose sind

 Die Arteriosklerose betrifft darüber hinaus jedes Organsystem - sie ist die schwerwiegendste Alterungserkrankung.


Die Früh-Diagnostik der Arteriosklerose muss somit Bestandteil jedes Vorsorgeprogramms sein!



Labordiagnostik

 

Erkrankungen - siehe Eigenanamnese -, die Folge einer Arteriosklerose sein können beziehungsweise sind, bedürfen der diagnostischen Abklärung gemäß den Richtlinien der Evidence Based Medicine.

Da es keine Frühsymptome der Arteriosklerose gibt, ist eine ab dem 30. Lebensjahr regelmäßig wiederkehrende Gesundheitsuntersuchung notwendig, die die nachfolgenden Laborparameter beinhalten sollte.


Folgende Laborparameter, die als unabhängige Risikofaktoren für die Arteriosklerose gelten, sollten untersucht werden

Anmerkung: Der Nüchtern-Insulin-Serumspiegel kann erhöht sein, ohne dass der Glukose-Serumspiegel erhöht ist!!!

 


Weitere Risikofaktoren

 

Weitere labordiagnostische Untersuchungen in Abhängigkeit von den Vorerkrankungen.

 


Medizingerätediagnostik

 

Die Medizingerätediagnostik orientiert sich an der Anamnese, eventuellen Symptomen und den Ergebnissen der Labordiagnostik

  • Kardiovaskuläre Diagnostik
    -  Doppler-Sonographie der hirnversorgenden Gefäße -
      Dopplersonographischer Nachweis von Stenosen, Plaques oder
      Intima-media-Verdickungen (IMT) der Carotiden bedeuten
      ein 6-, 4- beziehungsweise 2-fach erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt
    - Belastungs-EKG 
    - Computertomographie - Früherkennung von Koronargefäßverkalkungen
    Herzkatheter-Untersuchung
  • Weitere Diagnostik gemäß Vorerkrankungen - siehe Eigenanamnese 


Ihr Nutzen

Die Frühdiagnostik der Arteriosklerose kann Folgeerkrankungen verhindern.

Ihr Wohlbefinden und Ihre Vitalität sind im hohem Maße abhängig von Ihrer Gefäß- und Herzgesundheit.

     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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