Folgende Untersuchungsmaterialien dienen der umweltanalytischen Diagnostik
- Vollblut, wobei je nach Methode 2 bis 10 ml NaF oder EDTA-Blut benötigt wird.
- Viele Medikamente lassen sich aber auch aus reinem Serum (2 bis 5 ml) nachweisen.
- Für den Urin eignen sich 10 ml eines 24-Stunden-Sammelurins oder Spontanurin.
- Bei flüchtigen Stoffen im Blut müssen verschlossene Entnahmesystem benutzt werden, um bis zum Transport ins Labor nicht eine Verringerung der Konzentration und damit einen Messfehler zu verursachen.
- Bei Proben wie Lindan sind Plastikröhrchen ungeeignet. Hier dürfen nur Glasröhrchen verwendet werden!
- Bei einer Haaranalyse ist zu bedenken, dass die wurzelnahen Anteile auf eine endogene Intoxikation, an den Haarenden auf eine exogene Ablagerung der Substanzen hinweisen.
Neben der Labordiagnostik ist die Expositionsprophylaxe eine der wichtigsten diagnostischen Maßnahmen, die gleichzeitig auch die wichtigste Therapiemaßnahme ist: Im so genannten Auslassversuch wird den Betroffenen über einen gewissen Zeitraum hinweg (Urlaub) die Wohnung entzogen und anschließend geprüft, ob während der Abwesenheit sich die Symptome gebessert haben. Eine mehrfach tägliche Querlüftung – vormittags und nachmittags jeweils 2-3-malig – ist ein " Alternative" zum Urlaub als Auslassversuch.












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