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Radioaktive Strahlung - Radioaktivität
Umweltfaktoren

Radioaktivität wird unter anderem als Ursache von Krebserkrankungen angesehen: Strahlung radioaktiver Stoffe und Röntgen-Strahlung können Krebs auslösen. Die Energie dieser Strahlung ist so groß, dass sie an Atomen und Molekülen "Ionisierungen" auslösen, also deren Ladung verändern und so zum Beispiel die Bindungen, die Moleküle zusammenhalten, aufbrechen kann.

Was ist Radioaktivität?

Es gibt chemische Elemente beziehungsweise Isotope, die so instabil sind, dass sie spontan, das heißt ohne äußere Einflüsse zerfallen. Sie werden als radioaktiv bezeichnet. Die ionisierende Strahlung, die sie dabei aussenden, kann entweder aus Teilchen bestehen oder es kann sich um elektromagnetische Wellen Gamma-Strahlen handeln.
Bei der Teilchen-Strahlung handelt es sich um Alpha-Strahlung in Form von Heliumkernen oder um Beta-Strahlung in Form von Elektronen. Alpha- und Beta-Strahler sind wegen der geringen Reichweite ihrer Wirkung meistens nur gefährlich, wenn sie in den Körper gelangen.

Die für den Menschen relevante, das heißt die „effektive Dosis“ der ionisierenden Strahlung gibt man in Sievert (Sv) an. Ionisierende Strahlung kann über eine Schädigung der DNA (Information des Erbgutes) Krebs verursachen. Bis etwa 5 Sievert nimmt mit zunehmender Dosis die Wahrscheinlichkeit einer Krebsauslösung zu.

Dafür gibt es folgende Beispiele

  • Lungenkrebs nach dem Rauchen ist das unfreiwillige Einatmen von radioaktivem Radon - ein geruchloses, radioaktives Edelgas - in den eigenen vier Wänden der häufigste Auslöser von Lungenkrebs. Wenn es in der Lunge zerfällt, gibt es Alpha-Strahlung ab.
  • Leukämien (Atombombenabwürfe bei Hiroshima und Nagasaki)
  • Schilddrüsenkrebs – wegen radioaktiver Jod-Isotope (z.B. Reaktorunfall Tschernobyl)

Ionisierende Strahlung kann über eine Schädigung der DNA (Information des Erbgutes) Aborte (Fehlgeburten) verursachen.

Das Leukämierisiko steigt in der Nähe von Atomanlagen

US-Forscher der Medizinischen Universitätsklinik von Süd Carolina haben Daten von 136 Kernkraftanlagen in Bezug auf das Auftreten der Leukämie von Kindern und Jugendlichen untersucht. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass in der Nähe von Kernkraftanlagen das Leukämierisiko ansteigt. Die Erkrankungswahrscheinlichkeit war um 7-10 % angestiegen, die Sterberate war um 2-18 % erhöht [1].



Literatur

  1. Baker PJ, Hoel DG.
    Meta-analysis of standardized incidence and mortality rates of childhood leukaemia in proximity to nuclear facilities.
    Eur J Cancer Care (egl). 2007 Jul;16(4):355-63
     
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