Infrarot-Strahlung

Als Infrarot-Strahlung IR-Strahlung, auch Ultrarotstrahlung genannt oder Wärmestrahlung bezeichnet man elektromagnetische Wellen im Spektralbereich zwischen sichtbarem Licht und der langwelligeren Mikrowellenstrahlung. Dieses entspricht einem Wellenlängenbereich von etwa 780 nm bis 1 mm.

Bei kurzwelliger IR-Strahlung (ab 780 nm) spricht man oft von nahem Infrarot (near infrared, NIR), bei Wellenlängen von circa 5-25 Mikrometer von mittlerem Infrarot (mid infrared, MIR). Extrem langwellige IR-Strahlung (25 µm-1 mm) bezeichnet man als fernes Infrarot (far infrared, FIR).

Nahes Infrarot dringt tief in und unter die Haut ein, während insbesondere mittleres Infrarot bereits an der Oberfläche der Haut und der Hornhaut des Auges (Gefahr eines Katarakts grauer Star) absorbiert wird.
Nahes Infrarot hoher Intensität (Laserstrahlung) ist daher besonders gefährlich für Augen und Haut, da es im Auge unbemerkt bis zur Netzhaut gelangt und Zerstörungen verursacht.

Am Körper wird es in Regionen absorbiert, in denen sich keine Temperatursensoren befinden und kann daher dort ebenfalls oft unbemerkt Schäden verursachen: Infrarotstrahlen dringen in hohem Maße in die Haut ein und können im Extremfall zu einem Sonnenstich führen.
Die Infrarot-Strahlung ist aber auch lebensnotwendig, denn sie gibt Wärme, stimuliert die Mikrozirkulation, aktiviert die Tätigkeit der Schweißdrüsen und nimmt Einfluss auf die Gefäße.

Achtung!
Ein Zuviel an Infrarot-Strahlung beim Sonnenbaden kann auch zu Gefäßschäden insbesondere im Gesichtsbereich führen.

Leitlinien

  1. S2e-Leitlinie: Arbeit unter Einwirkung von Infrarotstrahlung (Wärmestrahlung) - Gefährdungen und Schädigungen von Augen und Haut. (AWMF-Registernummer: 002 - 010), Juli 2019 Langfassung
     
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