Folgende Risikofaktoren sind beim metabolischen Syndrom von Bedeutung
Biographische – unveränderbare – Risikofaktoren
- Genetische Belastungen durch Eltern, Großeltern
- Alter
Modifizierbare – durch das Verhalten veränderbare – Risikofaktoren
- Fettreiche, unausgewogene Ernährung
- Falsches Essverhalten
- Adipositas – Übergewicht mit einem BMI (Body-Mass-Index) > 25
- Körperliche Inaktivität
- Hoher Alkoholkonsum
- Hoher Kochsalzkonsum
- Rauchen
- Stress
- Psychische Konflikte
Behandelbare Risikofaktoren – Erkrankungen
- Glukosetoleranzstörungen bis zum Diabetes mellitus
- Dyslipidämie (Fettstoffwechselstörungen)
- Cholestase – Gallenstau, vor allem durch Gallensteine verursacht
- Nierenerkrankungen
- Lebererkrankungen
- Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
Labordiagnosen – Laborparameter, die als unabhängige Risikofaktoren gelten
- Altersbedingte Hyperleptinämie – Hormon, welches das Hungergefühl hemmen kann; kann sich bis zur Leptinresistenz entwickeln
- SHBG (Sexualhormon-bindende Globulin) – erniedrigt bei Frauen mit klinischen beziehungsweise biochemischen Androgenüberschuss, bei denen in Verbindung mit Oligoamenorrhoen beziehungsweise Anovulationen, mit oder ohne polyzystischen Ovarien, nach Definition der Androgen Excess Society ein "hyperandrogenes Syndrom", das heißt ein polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS) vorliegt [1]
Medikamente
- Glukokortikoide – Medikamente wie Kortison, die bei Entzündungen und allergischen Reaktionen eingesetzt werden
- Diuretika – harntreibende Medikamente
- Beta-Blocker – Antihypertensiva (Medikamente gegen Hypertonie – Bluthochdruck)
- Antidepressiva – Medikamente gegen Depressionen wie beispielsweise Amitriptylin
- Neuroleptika – Medikamente, die bei psychiatrischen Erkrankungen wie Psychosen eingesetzt werden; ein Beispiel ist hier Chlorpromazin oder Haloperidol
Literatur
- Kajaia N, Binder H, Dittrich R,
Low sex hormone-binding globulin as a predictive marker for insulin resistance in women with hyperandrogenic syndrome.
Eur J Endocrinol 2007;157:499-507.












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