Der TSH-Wert bezeichnet die Konzentration des Hormons, welches die Schilddrüsenhormone (T3, T4) reguliert. Außerdem reguliert das TSH das Wachstum der Schilddrüse und gleichzeitig die Aufnahme von Jod in die Schilddrüse.
Der TSH-Wert wird bei Verdacht auf verschiedene Schilddrüsenerkrankungen oder zur Verlaufskontrolle der Therapie bestimmt.
Synonyme
- Thyreoidea-stimulierendes Hormon
- Thyreotropin
Benötigtes Material
- Blutserum
Störfaktoren
Folgende Medikamente senken den TSH-Wert
- Dopamin – Katecholamin
- L-Dopa – Anti-Parkinson-Mittel
- Heparin – blutverdünnendes Medikament
- Morphin – starkes Schmerzmittel
- Levothyroxin – Medikament gegen Hypothyreose
- Serotoninantagonisten wie Dolasetron – Medikamente, die unter anderem gegen Übelkeit und Erbrechen eingesetzt werden
Folgende Medikamente steigern den TSH-Wert
- Carbamazepin – Medikament zur Behandlung von psychischen Erkrankungen
- Clomifen – Antiöstrogen (zur Ovulationsauslösung)
- Dopaminantagonisten wie Metoclopramid – Medikamente, die unter anderem gegen Übelkeit und Erbrechen eingesetzt werden
- Jod in hohen Dosen
- Lithium – Medikament zur Behandlung von psychischen Erkrankungen
- Theophyllin – Medikamente gegen chronische Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale oder chronische Bronchitis
Aus diesen Gründen sollte der Betroffene morgens vor Einnahme der Medikamente zur Blutentnahme erscheinen.
Normalwerte für TSH
| Erwachsene | 0,27-4,2 μlU/ml |
| Kinder bis 17. Lebensjahr | 0,27-5,0 μlU/ml |
| Säuglinge (1. Woche bis 1. Lebensjahr) | 0,27-7,0 μlU/ml |
| Neugeborene (bis 1. Lebenswoche) | 0,27-20 μlU/ml |
Normwertige TSH-Werte schließen manifeste Hypo- und Hyperthyreosen aus.
Diagnostik
Es finden sich erhöhte TSH-Werte bei folgenden Zuständen bzw. Erkrankungen
- Hypothyreose – Schilddrüsenunterfunktion
- Sekundäre Hyperthyreose – Schilddrüsenüberfunktion aufgrund von Störungen der Hypophyse (Hirnanhangdrüse; reguliert das TSH)
- TSH-produzierender Tumor
- Resistenz gegen die Schilddrüsenhormone
- Medikamente (oben genannt)
Es finden sich verminderte TSH-Werte bei folgenden Zuständen bzw. Erkrankungen
- Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
- Sekundäre Hypothyreose – Schilddrüsenunterfunktion aufgrund von Störungen der Hypophyse (Hirnanhangdrüse; reguliert das TSH)
- Im Vergleich zu Nichtrauchern haben Raucher im Mittel niedrigere TSH-Werte, rauchende Frauen haben häufiger eine Hyperthyreose [1]
- Medikamente (oben genannt)
Literatur
- Asvold BO, Björo T, Nilsen TI, Vatten LJ.
Tobacco smoking and thyroid function: a population-based study.
Arch Intern Med 167, 2007, 1428













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