Inhalationstherapie

Bei einer Inhalation werden bestimmte Substanzen mittels eines speziellen Inhalationsgerätes (z. B. Vernebler) zerstäubt und eingeatmet.

Die
Inhalationstherapie dient vornehmlich der:

  • Anfeuchtung der Atemwege
  • Sekretlockerung und Verflüssigung von Bronchialsekret
  • Lösung von Verkrampfungen (Spasmolyse) der Bronchialmuskulatur
  • Lindern von Schwellungen und Entzündungen der Bronchialschleimhaut
  • Antiinflammatorisch/antiphlogistisch (Entzündungshemmung)
  • Abhustung mit Beseitigung von Sekret
  • Erreger von Atemwegsinfektionen bekämpfen

Indikationen (Anwendungsgebiete)

Die Inhalationstherapie findet Anwendung bei akuten (plötzlich auftretenden) und chronischen (lang andauernden) Erkrankungen der Atmungsorgane beziehungsweise Entzündungen der oberen Luftwege, wie:

  • Asthma bronchiale
  • Chronische Bronchitis (Entzündung der Bronchien)
  • Bronchiektasen (Synonym: Bronchiektasie) – dauerhaft bestehende irreversible sackförmige oder zylindrische Ausweitungen der Bronchien (mittelgroße Atemwege), die angeboren oder erworben sein kann; Symptome: chronischer Husten mit "maulvoller Expektoration" (großvolumiger dreigeschichteter Auswurf: Schaum, Schleim und Eiter), Müdigkeit, Gewichtsverlust und eine verringerte Leistungsfähigkeit
  • Akute Tracheobronchitis – akute Entzündung der Lufthöhle und Bronchien
  • Mukoviszidose (Synonym: zystische Fibrose)
  • Pneumonie (Lungenentzündung)
  • Weitere Atemwegserkrankungen

Das Verfahren

Die zerstäubten Substanzen werden als Aerosole bezeichnet. Inhaliert werden Salzlösungen, Medikamente oder ätherische Öle mittels eines Inhalators. So ist eine optimale Zufuhr der Wirkstoffe garantiert und man vermeidet zugleich eine Reizung der Augen, was häufig passiert, wenn man sich einfach mit einem Handtuch über dem Kopf über eine Schüssel voll mit ätherischen Ölen beugt.

Einige ätherische Öle und ihre Wirkungen: 

  • Eukalyptus (das ätherische Öl enthält mindestens 70 Prozent des Wirkstoffes 1,8-Cineol; das gereinigte Öl wird als "Eukalypti aetheroleum" bezeichnet) – bei Erkältungen; stärkt das Immunsystem, wirkt desinfizierend (und damit antiinflammatorisch/entzündungshemmend) und mukolytisch (schleimlösend) sowie leicht krampflösend, desodorierend (geruchsbeseitigend) und kühlend.
    Vorsicht: Bei Babys und Kleinkindern kann Eukalyptusöl lebensbedrohliche Atemkrämpfe auslösen.

  • Fenchel – spasmolytisch/krampflösend
  • Kamillegegen Entzündungen und Schmerzen, desinfiziert und beruhigt.
    Achtung! Kamille kann in seltenen Fällen auch Allergien auslösen.
  • Pfefferminze (enthält u. a:. drei ätherische Öle (Menthol, Menthon und Menthofuran), die zu den wirksamkeitsbestimmenden Inhaltstoffen gehören – Pfefferminzöl regt die Flimmerhärchen der Lunge zu erhöhter Tätigkeit an, sodass auch festsitzender Schleim abgehustet und nach draußen befördert werden kann.
  • Thymian – gegen Bakterien und Pilze
  • Teebaumgegen Bakterien
  • Wacholder – Entspannung der Atemwege / krampflösende Wirkung an der glatten Muskulatur 

Ihr Nutzen

Die Inhalationstherapie trägt auf sanfte und schonende Weise dazu bei, die Beschwerden bei Atemwegserkrankungen zu lindern und den Prozess der Heilung zu fördern.

Die eingeatmeten Wirkstoffe gelangen direkt an den Ort der Erkrankung und können dort ihre Wirkungen gezielt entfalten.


     
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