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Klassifikation des Untergewichts
EU-CELL Programm für Untergewichtige

Untergewicht auch Untergewichtigkeit genanntist in Deutschland häufiger verbreitet als man vermuten würde.

Das Statistische Bundesamt (Wiesbaden) hat für das Jahr 2004 Zahlen zu den Körpermaßen der Bevölkerung nach Altersgruppen veröffentlicht. Danach sind in Deutschland 2,3% der Bevölkerung (BMI; Body-Mass-Index < 18,5) deutlich untergewichtig. Das entspricht circa 2 Millionen Menschen. Besonders häufig untergewichtig – zum Teil auch mangelernährt – sind Jugendliche, die oft essgestört sind sowie Senioren.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Wiesbaden), Ergebnisse der Mikrozensus-Befragung im Mai 2003

Ob Sie untergewichtig sind, können Sie mit Hilfe des BMI – Body-Mass-Index – errechnen. Der BMI errechnet sich aus Ihrem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat Ihrer Körpergröße.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat eine Einteilung des Körpergewichtes nach BMI vorgenommen.

  • Untergewicht: BMI < 18,5
  • Normalgewicht: BMI 18,5-24,9
  • Übergewicht: BMI 25,0-29,9
  • Adipositas Grad I: BMI 30-34,9
  • Adipositas Grad II: BMI 35-39,9
  • Schwere Adipositas Grad III: BMI über 40

Altersabhängige Definition eines wünschenswerten BMI nach dem National Research Council (USA) [1]

Altersgruppe Wünschenswerter BMI
19-24 Jahre Minimal 19; maximal 24
25-34 Jahre Minimal 20; maximal 24
35-44 Jahre Minimal 21; maximal 26
45-54 Jahre Minimal 22; maximal 27
55-64 Jahre Minimal 23; maximal 28
> = 65 Jahre Minimal 24; maximal 29


Menschen mit einem Körpergewicht unterhalb des "wünschenswerten BMI"
(siehe Angaben zu "minimal") haben eine geringere Lebenserwartung, da Untergewicht die Entstehung zahlreicher Folgeerkrankungen verursacht, die zum Teil Altersprozesse beschleunigen.

Besonders gefährdet für kardiovaskuläre Erkrankungen sind Dünne mit viel Bauchfett.
Dünne Frauen (BMI < 22,5) mit einen besonders hohen Bauchfettanteil (WHR* >0,85) haben eine 2,4-fach höhere Sterberate als Frauen mit gleichem BMI, aber wenig Bauchfett (WHR* < 0,77).
Mit einem BMI von 22,3 bis 25,1 war die Sterberate 1,6-fach, mit einem BMI über 25,2 um den Faktor 1,5 erhöht [2].

*WHI
– waist-hip ratio = Taille-Hüft-Index. Ob Sie ein so genannter Apfel- oder Birnentyp sind, können Sie mit dem Test "Taille-Hüft-Verhältnis" selbst feststellen.


Literatur

  1. National Research Council (USA): Diet and Health. Implications for Reducing Chronic Disease Risk. National Academy Press, Washington D.C. (1989)
  2. Zhang X, Shu XO, Yang G, Li H, Cai H, Gao YT, Zheng W.
    Abdominal adiposity and mortalilty in Chinese women.
    Arch Inern Med 2007 May;167(9):886-92
     
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