Übelkeit tritt sowohl im Zuge von Vergiftungen und der Aufnahme verdorbener Lebensmittel als auch im Zusammenhang mit diversen Erkrankungen auf.
Übelkeit wird sowohl vom zentralen als auch vom autonomen Nervensystem reguliert und stellt bei der Aufnahme von verdorbenen Speisen und Giftstoffen eine Art Schutzmechanismus dar.
Auch die morgendliche Übelkeit während der Schwangerschaft tritt sehr häufig auf, die Ursache ist bislang noch nicht genau geklärt. Es wird angenommen, dass die hormonelle Umstellung die Übelkeit verursacht.
Die auf Schiffsreisen auftretende Übelkeit wird durch eine Störung im Gleichgewichtsorgan des Innenohres verursacht.
Im Rahmen von Erkrankungen tritt Übelkeit als eines von vielen Symptomen auf. Häufig handelt es sich um Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes.
Verhaltensbedingte Ursachen
- Übermäßiger Alkoholkonsum
- Verdorbene Lebensmittel
- Psychogene Übelkeit – durch psychischen Stress verursacht
Krankheitsbedingte – behandelbare – Ursachen
- Anorexia nervosa (Magersucht)
- Appendizitis (Blinddarmentzündung)
- Arteria-mesenterica-superior-Syndrom – Verengung der den Darm versorgenden Gefäße
- Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht)
- Cholezystitis (Gallenblasenentzündung)
- Depression
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Dünndarmobstruktion – Verengung durch Entzündung, Tumor oder Fremdkörper
- Dickdarmobstruktion – Verengung durch Entzündung, Tumor oder Fremdkörper
- Cholelithiasis (Gallenkolik)
- Gastroparese (Lähmung des Magens)
- Hepatitis (Leberentzündung)
- Hirnabszesse
- Hirnblutungen
- Hirntumore
- Hydrozephalus (Wasserkopf)
- Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
- Hypertonie (Bluthochdruck)
- Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
- Hypotonie (niedriger Blutdruck)
- Ketoazidose – Stoffwechselentgleisung bei insulinpflichtigen Diabetikern, bei absolutem Insulinmangel mit Verschiebung des Säuren-Basen-Gleichgewichtes im Blut und Ansammlung von Ketoazidosen (Azetongeruch!]
- Labyrinthitis – Entzündung des Labyrinths, einer Struktur des Innenohres
- Leberversagen
- Magen-/ Darm-Infektionen
- Magenkarzinom (Magenkrebs)
- Myokardinfarkt (Herzinfarkt)
- Nebenniereninsuffizienz
- Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung)
- Reizmagen
- Seekrankheit
- Ulkus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
- Ulkus ventrikuli (Magengeschwür)
- Urämie (Harnvergiftung)
Medikamente
- Antiarrhythmika – Medikamente zur Therapie von Herzrhythmusstörungen wie beispielsweise Digoxin oder Adenosin
- Antibiotika – Medikamente zur Behandlung bakterieller Infektionen wie beispielsweise Penicillin oder Cephazolin
- Nicht-Steroidale-Antirheumatika – Schmerzmedikamente wie Ibuprofen oder Diclofenac
- Orale Antidiabetika – Medikamente zur Behandlung eines Diabetes mellitus – Zuckerkrankheit – wie zum Beispiel Glibenclamid oder Metformin
- Orale Antikonzeptiva – Medikamente zur Empfängnisverhütung wie beispielsweise Ethinylestradiol/Norgestrel
Röntgenstrahlen
- Bestrahlung bei Tumorerkrankungen
Chemotherapien
- Bei Tumorerkrankungen
Operationen
- Nach Operationen kann es durch verschiedene Medikamente, die zur Anästhesie verwendet werden, zur Übelkeit kommen
Umweltbelastungen – Intoxikationen
- Alkoholintoxikation (Vergiftung)
Sonstige Risikofaktoren
- Schwangerschaft












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