Biographische – unveränderbare – Risikofaktoren
- Alter – Erkrankung häufig zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr
- Familiäre Häufung – im Vergleich zu familiär unbelasteten Altersgenossen haben Kinder mit einem an Morbus Crohn erkrankten Geschwister- oder Elternteil statistisch ein 50- bis 100-fach erhöhtes Risiko, selbst zu erkranken
- Genetik – Mutationen im NOD2-Gen, verminderte Anzahl von so genannten Defensinen
- Hellhäutige Menschen sind doppelt so oft betroffen wie dunkelhäutige Menschen
- Stillzeit – je länger die Mutter stillt, desto geringer ist das Erkrankungsrisiko des Kindes
Modifizierbare – durch das Verhalten veränderbare – Risikofaktoren
- Rauchen – Raucher haben ein doppelt so hohes Erkrankungsrisiko
Weiterhin haben Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft rauchten, ein doppelt so hohes Erkrankungsrisiko wie Kinder von nichtrauchenden Müttern - Stress – kann zum Auftreten erneuter Schübe führen
- Hygienesituation – regelmäßiger Kontakt mit Stalltieren oder ihren Ausscheidungsprodukten im ersten Lebensjahr ist statistisch mit einer Halbierung des Risikos assoziiert, bis zum 18. Lebensjahr an Morbus Crohn zu erkranken (Hypothese: mangelnde Konfrontation mit Parasiten und mikrobiellen Toxinen erhöht das Risiko zur "Fehlprogrammierung" des Immunsystems und führt so zu Autoimmunerkrankungen)
Quelle: Professor Sibylle Koletzko vom Dr. von Hauner'schen Kinderspital der Universität München












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