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Ernährung und Vitalstoffe
Enteritis

Akute Enteritis

Akute Gastroenteritiden entstehen oft nach groben Ernährungsfehlern, wie der Verzehr großer Mengen unreifen Obstes, fetter oder sehr kalter Speisen, nach Alkoholabusus, bestimmten Medikamenten – Eisenpräparate, Entzündungshemmer mit Steroidhormonwirkung, Aspirin – sowie schwermetallhaltigen Präparaten. Sie können weiterhin durch Viren, Bakterien oder Parasiten hervorgerufen werden.

Die häufigste Ursache für eine akute Enteritis ist die
Lebensmittelvergiftung. Sie wird durch den Verzehr von Lebensmitteln, die pathogene Keime, wie Salmonellen, Campylobacter, Escherichia coli, Yersinien und Listerien, enthalten, ausgelöst. Zu einer Lebensmittelvergiftung kann es auch kommen, wenn Nahrungsmittel konsumiert werden, in denen es zu einer starken Vermehrung apathogener Keime gekommen ist.

Ursachen für das Auftreten von Lebensmittelvergiftungen

  • Unsachgemäße Aufbewahrung von Lebensmitteln, wie eine unzureichende Kühlung
  • Vermehrter Verzehr von hochwertigen, leicht verderblichen Nahrungsmitteln
  • Zunehmender Verzehr unzureichend erhitzter Lebensmittel
  • Zunahme der Zentralisierung der Nahrungsmittelherstellung
  • Ständiger Anstieg der Zahl der Personen, die an Gemeinschaftsverpflegung teilnehmen
  • Globaler Tourismus
  • Zunehmende Zahl älterer Menschen mit nachlassender immunologischer Abwehr
Folgen einer Lebensmittelvergiftung
In Falle des starken Wachstums der nicht krankmachenden Keime, reichern sich toxische Stoffwechselprodukte der Mikroorganismen in großen Mengen in den Lebensmitteln an. Wird die betroffene Nahrung gegessen, führen die schädlichen Stoffwechselprodukte dieser Keime zu einer toxischen Schädigung der Dünndarmschleimhaut.

Chronische Enteritis

Häufig werden unter einer chronischen Enteritis Erkrankungen verstanden, die den Dickdarm betreffen, wie virale Enteritis, Antibiotika-assoziierter Durchfall und Candida-albicans-Besiedlung des Verdauungstraktes. Die chronische Enteritis kann – wie die akute Enteritis – durch grobe Ernährungsfehler sowie Viren, Bakterien und Parasiten entstehen.

Akute und chronische Enteritis – enterales Eiweißverlustsyndrom
Die Beeinträchtigung der Darmschleimhaut– führt zu einem vermehrten intestinalen Eiweißverlust, da der Austritt von Plasmaproteinen durch die Darmschleimhaut ins Darminnere die Syntheserate der Eiweiße überschreitet. Die Abnahme der zirkulierenden Plasmaeiweiße geht meist mit einer schwer wiegenden Mangelversorgung mit Protein einher. Der krankhafte Eiweißverlust kann durch eine gleichzeitig hohe Fettzufuhr über die Nahrung gefördert werden. Bei der Resorption langkettiger Fettsäuren wird der Lymphdruck gesteigert und es treten hohe Mengen an Lymphflüssigkeit ins Darminnere über. Infolge einer erhöhten Lymphkonzentrationen kommt es zu einem hohen enteralen Eiweißverlust und schließlich zu einer Abnahme der Plasmaproteine.
Der erhöhte intestinale Eiweißverlust führt letztlich zur einer Verringerung des onkotischen Drucks und somit – je nach Ausmaß der verminderten Konzentration der Plasmaproteine (Hypoproteinämie) zur Ausbildung von Ödemen.

     
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