In der Milch sind mindestens 25 verschiedene Vielfach- und Mehrfachzucker – Poly- und Oligosaccharide – zu finden. Einige dieser Saccharide dienen zusammen mit dem Milchzucker Lactose als Wachstumsfaktoren für den Lactobacillus bifidus der kindlichen Darmflora. Durch diesen Keim wird bei einem brusternährten Kind das saure intestinale Milieu gefördert. Schließlich wird auf diese Weise beim Kind ein Schutz vor einer Überwucherung durch pathogene Bakterien hergestellt [1].
Führt eine Mutter ihrem Säugling täglich 800 Milliliter Muttermilch zu, erhält er damit etwa 60 Gramm Lactose. Mit diesem Milchzuckergehalt wird bei einem brusternährten Kind die Energiezufuhr bereits zu 40 % gedeckt [1].
Um den Umbau von körpereigenen Proteinen in Kohlenhydrate zu verhindern und das Wachstum des Säuglings zu unterstützen, werden bei einem Bedarf von etwa 3000-3200 Kalorien in der Stillzeit damit 320-380 Gramm Kohlenhydrate täglich benötigt [2].
Literatur
- Eschenbruch, B.
Wasser und Mineralstoffe in der Ernährungsmedizin. Kapitel 5.7, 128-130
Umschau Zeitschriftenverlag Breidenstein GmbH; Frankfurt am Main 1994 - Huth, K., Kluthe, R.
Lehrbuch der Ernährungstherapie. Kapitel 3, 106-125
Georg Thieme Verlag Stuttgart New York, 1995











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