Folgende Risikofaktoren sind bei der Migräne von Bedeutung
Biographische – unveränderbare – Risikofaktoren
- Genetische Belastung
- Hormonschwankungen bei Frauen
Modifizierbare – durch das Verhalten veränderbare – Risikofaktoren
- Adipositas (Übergewicht)*
- Änderung der Schlafgewohnheiten
- Flackerlicht
- Lärm
- Aufenthalt in großer Höhe
- Wettereinflüsse, vor allem Kälte
- Rauch
- Stress
- Entlastung nach Stresssituationen
- Angst
- Alkohol, vor allem Rotwein (besonders der Bestandteil Tyramin)
- Schokolade, vor allem der Bestandteil Phenylethylamin
- Käse, vor allem dessen Bestandteil Tyramin
- Kaffee
Behandelbare Risikofaktoren – Erkrankungen
- Hypoglykämie (Unterzuckerung)
Medikamente
- Einnahme von Hormonpräparaten bei Frauen zur Empfängnisverhütung oder in der Menopause (Wechseljahre)
- Fenfluramin (Appetitzügler)
- Reserpin – Antisympathikotonikum; Medikament, welches die Synthese oder Freisetzung von Noradrenalin hemmt; sie werden in der Behandlung der Hypertonie (Bluthochdruck) eingesetzt; haben aber relativ viele Nebenwirkungen, weshalb sie nicht Medikamente der ersten Wahl sind
*Eine US-amerikanische Forschergruppe [1] hat einen neuen Risikofaktor
für die Entwicklung einer chronischen Migräne gefunden: Übergewicht.
Es besteht demnach ein fast linearer
Zusammenhang zwischen dem Körpergewicht und der Schwere einer chronischer
Migräne: Übergewichtige sind nicht häufiger von Migräne
als Schlanke betroffen, aber mit steigendem BMI
(Körpermassen-Index) werden die Attacken schwerer
und erfolgen häufiger. Bei Normalgewichtigen (BMI 18,5 bis 24,9) berichteten
vier Prozent über 10 bis 15 Kopfschmerztage pro Monat, bei Adipösen (BMI
30 bis 35) lag die Rate bei 14 Prozent, bei einem BMI über 35 betrug sie 20
Prozent.
Literatur
- Marcelo E. Bigal, MD, PhD and Richard B. Lipton, MD
Obesity is a risk factor for transformed migraine but not chronic tension-type headache
NEUROLOGY 2006;67:252-257












Arztsuche
Newsletter
Expertenrat
Ansprechpartner



