Folgende Risikofaktoren sind bei einer latenten Hypothyreose von Bedeutung
Biographische – unveränderbare – Risikofaktoren
- Ektope Schilddrüse – anatomische Lage der Schilddrüse am falschen Ort
- Schilddrüsenfunktionsstörungen mit gestörter Hormonproduktion
- Mutation der Hormonrezeptoren – genetisch-bedingte Veränderung von Hormonrezeptoren
Behandelbare Risikofaktoren – Erkrankungen
- Autoimmunthyreoiditis (Hashimoto-Thyreoiditis) – Autoimmunerkrankung der Schilddrüse; anfangs mit vermehrter Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen, später mit schleichendem Übergang zur Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
- Postpartum-Thyreoiditis – Schilddrüsenentzündungen, die im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft steht
- Thyreoiditis (Schilddrüsenentzündung)
Medikamente
- Amiodaron – Antiarrhythmikum (Mittel gegen Herzrhythmusstörungen) und andere jodhaltige Medikamente
- Jod [1]
- Lithium – Medikament zur Therapie von psychischen Erkrankungen
- Thyreostatika – Medikamente zur Behandlung von Schilddrüsenüberfunktion wie beispielsweise Carbimazol
- Unzureichende Hormontherapie bei primärer Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) mit L-Thyroxin
Strahlentherapie
- Radiojodtherapie – Therapie der Schilddrüsenüberfunktion oder von Schilddrüsenkarzinomen mit radioaktiven Substanzen
- Strahlentherapie der Halsregion – aufgrund bösartiger Tumore wie maligne Lymphome (bösartige Lymphknotenveränderungen)
Literatur
- G Brabant, GJ Kahaly, H Schicha, C Reiners
Milde Formen der Schilddrüsenfehlfunktion – Ursachen, Diagnostik, Vorgehen
Dtsch Artzebl 2006; 103(31-32):A2110-15












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