Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Krampfaderbehandlung nach der CHIVA-Methode

Bei der Varizentherapie nach der CHIVA-Methode („Cure Conservatrice et Hémodynamique de l’Insuffisance Veineuse en Ambulatoire") handelt es sich um eine chirurgische gefäß- und funktionserhaltende Behandlung von Varizen (Krampfadern).

Die Methode wurde von dem französischen Arzt Claude Franceschi entwickelt und 1988 erstmals öffentlich vorgestellt. Sie ist heute in Frankreich und im Mittelmeerraum, wo das Varizenleiden (Krampfaderleiden) noch häufiger ist als bei uns, ein anerkanntes Verfahren und hat begeisterte Anhänger unter Patienten und Ärzten.

Das Verfahren korrigiert den krankhaften Rückfluss des Blutes in den oberen Beinvenen, was zu Varizen geführt hat.

Ziel der Behandlung ist, dass sich die erweiterten Sammelvenen (Vena saphena magna und eine Vena saphena parva) wieder erholen und im Körper verbleiben können.

Der Eingriff wird ambulant durchgeführt.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

  • Varikose

Vor der Operation

Durchführung einer dopplersonographische Untersuchung des Venensystems.

Vor der Operation sollte ein intensives Anamnesegespräch durchgeführt werden, dass die Krankengeschichte und die Motivation zu dem Eingriff einschließt. Die Durchführung, eventuelle Nebenwirkungen und die Folgen der Operation sollten ausführlich erörtert werden.
Beachte: Die Anforderungen der Aufklärung sind strenger als üblich, da Gerichte im Bereich der ästhetischen Chirurgie eine „schonungslose“ Aufklärung fordern.

Des Weiteren sollten Sie vor der Operation für die Dauer von sieben bis zehn Tagen weder Acetylsalicylsäure (ASS) noch Schlafmittel oder Alkohol zu sich nehmen. Sowohl Acetylsalicylsäure als auch andere Schmerzmittel verzögern die Blutgerinnung und können zu unerwünschten Blutungen führen.
Raucher sollten ihren Nikotinkonsum bereits vier Wochen vor dem Eingriff stark einschränken, um die Wundheilung nicht zu gefährden.

Das Operationsverfahren

Die entscheidende Fehlfunktion bei einem Varizenleiden sind sogenannte tote Kreisläufe in den Beinvenen. Dadurch wird das verbrauchte Blut nicht abtransportiert und staut sich in den Beinen.

Bei den herkömmlichen operativen Methoden werden erkrankte Venen entweder total entfernt – „Stripping“, Babcock-Operation – oder durch Veröden verschlossen. Der Nachteil dieser Verfahren ist offensichtlich: In den vielen gesunden Seitenästen der Varizen (Krampfadern), die nun keinen Abfluss mehr haben, kommt es ebenfalls zum Blutstau.

Die CHIVA-Methode vermeidet diesen entscheidenden Nachteil, indem sie nur den Eintritt des Blutes in die toten Kreisläufe gezielt unterbindet.

Die Besonderheit der CHIVA-Methode besteht darin, dass für sämtliche Venen im Bein der Abfluss erhalten bleibt und dadurch der Blutstau in den Krampfadern beseitigt wird. Die Krampfadern selbst werden dabei nicht entfernt.

Für den Patienten hat dies noch weitere Vorteile: Es werden nur kleinste Schnitte gemacht, die unter Lokalanästhesie (örtlicher Betäubung) vorgenommen werden. Vor dem Eingriff wird – zur genauen Markierung der Stellen, an denen die Krampfadern unterbunden werden müssen – eine Dopplersonographie durchgeführt. Eine Phlebographie (Kontrastmitteldarstellung der Venen) ist dadurch nicht notwendig.

Der Patient kann nach der Behandlung sofort nach Hause gehen und ist in der Regel am nächsten Tag arbeitsfähig. Auf Wunsch ist selbstverständlich auch eine ein- bis zweitägige stationäre Betreuung möglich, die jedoch im Regelfall nicht erforderlich ist.

Auch bei Beschwerden nach vorangegangener Babcock-Operation, Verödung oder nach einer abgelaufenen Thrombose der tiefen Beinvenen kann mit der CHIVA-Methode eine gute Linderung erzielt werden.

Die Vorteile der CHIVA-Methode sind:

  • Ungefährliche Spezial-Ultraschalluntersuchung als einzige Voruntersuchung
  • Keine Kontrastmitteldarstellung der Venen
  • Eingriff ohne Narkose
  • Vollständiger Erhalt der Abflusswege des Blutes aus dem Bein
  • Exzellentes kosmetisches Ergebnis
  • Keine Begleitverletzungen
  • Schonende Behandlung der Weichteile, da die Venen nicht entfernt werden
  • Ambulanter Eingriff
  • Auch nach dem Eingriff ist keine Bettruhe erforderlich
  • Keine oder nur kurze Arbeitsunfähigkeit

     
Wir helfen Ihnen in jeder Lebenslage
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
DocMedicus Suche

 
   -
   -
   -
   -
   -
ArztOnline.jpg
 
DocMedicus                          
Gesundheitsportal

Unsere Partner DocMedicus Verlag