Nasenkorrektur (Rhinoplastik)

Die Nase gehört zu den Körperpartien, mit denen viele Menschen unglücklich sind. Sie ist zu groß, zu lang, schief oder trägt einen unschönen Höcker.

Leider kann man die Nase nicht verbergen oder kaschieren.

Oftmals leiden die Betroffenen unter ihrer Nase und stehen unter großem psychischen Druck.

Eine Nasenkorrektur ist die sinnvollste Lösung.

Die Form der Nase wird harmonisch dem Gesicht angepasst und Sie erhalten ein völlig neues Lebensgefühl.
Die Nase kann in Größe, Form, Länge und Breite operativ verändert werden.

Zur Geschichte der Nasenkorrektur
Bereits vor Jahrhunderten gab es die ersten Nasenoperationen. Menschen, die ein Verbrechen begangen hatten, wurde damals die Nase abgeschnitten, damit für jeden ersichtlich war, wenn jemand kriminell gewesen ist.
Die ersten Nasenersatzoperationen wurden zu dieser Zeit in Indien durchgeführt
.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

  • angeborene Formveränderungen wie z. B. einer Höckernase
  • Verletzungsfolgen wie Schiefnase und Sattelnase
  • Wunsch nach Nasenspitzen- oder Nasenflügelveränderungen im Rahmen von Schönheitsoperationen

Beachte [1]: 

  • Die Operation sollte in der Wachs­tumsphase – beispielsweise bei angeborenen oder erworbenen Schiefnasen – möglichst vermieden werden.
  • Im Falle einer Körperschemastörung, d. h. eine normale Nase wird als zu groß, auffällig und problematisch empfunden, sollte ein Facharzt die psycho­somatischen Hintergründe abklären.

Vor der Operation

Vor der Operation sollte eine ge­eig­nete endoskopische Untersuchung der inneren Nase erfolgen [1].

Der Patient sollte vor der Operation für die Dauer von sieben bis zehn Tagen weder Acetylsalicylsäure (ASS) noch Schlafmittel oder Alkohol zu sich nehmen. Sowohl
Acetylsalicylsäure als auch andere Schmerzmittel verzögern die Blutgerinnung und können zu unerwünschten Blutungen führen. Raucher sollten ihren Nikotinkonsum bereits vier Wochen vor dem Eingriff stark einschränken, um die Wundheilung nicht zu gefährden.

Zum Zeitpunkt der Operation sollten keine Atemwegserkrankungen vorliegen.

Das Operationsverfahren

Je nach Ausmaß der Korrekturen wird der Eingriff entweder ambulant durchgeführt, sodass Sie anschließend wieder nach Hause gehen können oder Sie müssen für einige Tage in der Klinik bleiben.

Vor Beginn der Operation wird das angestrebte Ziel anhand von Fotos oder mittels Computerprogramm besprochen.

Die Schnitte liegen bei einer Nasenkorrektur meist im Inneren der Nase. Dies ist von großer Bedeutung, da somit keine sichtbaren Narben entstehen.
Manchmal sind kleine äußere Schnitte erforderlich, je nach individueller Situation, die jedoch ebenfalls kaum erkennbare Narben hinterlassen.
Anschließend muss die Schleimhaut von Nasenknorpel und Knochen getrennt werden. Darauf hin beginnt die eigentliche Kunst – die Nasenkorrektur. Der Operateur trägt Knorpel und Knochen ab und formt so eine neue Nase.

Eine zu kleine Nase kann durch Einpflanzen von Knorpel- oder Knochengewebe oder auch durch ein künstliches Implantat vergrößert werden.

Nach Abschluss der Formgebung werden die Schleimhäute, welche die Nase versorgen, wieder aufgelegt und mit winzigen Fäden vernäht. Anschließend wird die Nase mittels Gips, Metall oder Kunststoff geschient, um die neue Form zu stabilisieren.
Ins Naseninnere werden Tamponaden (weiche Röhrchen) eingebracht, die ebenfalls dem Schutz und der Formerhaltung der neuen Nase dienen.

Der Eingriff wird in Lokalanästhesie (örtliche Betäubung) oder in Allgemeinanästhesie (Narkose) durchgeführt.

Nach der Operation

Wie nach den meisten ästhetisch-chirurgischen Eingriffen werden sich Schwellungen und Blutergüsse bilden, die innerhalb von etwa zwei Wochen zurückgehen.
Es wird etwa einen Monat dauern, bis die Nase in ihrer neuen Form stabil ist. Seien Sie während dieser Zeit besonders achtsam. Ein endgültiges Ergebnis ist nach etwa sechs Monaten erreicht.

Mögliche Komplikationen

  • Schwellungen und Hämatome (Blutergüsse) treten üblicherweise auf
  • Wundheilungsstörungen sowie Infektionen im Bereich der Schnittführung, insbesondere bei Schnitten am Nasensteg
  • Äußere Schnitte können Narben bilden, die jedoch im Regelfall verblassen und zart werden; hier können ggf. bei Wundheilungsstörungen bzw. bei Veranlagung auch Keloide (wulstige Narben) und/oder Hautverfärbungen auftreten (selten)
  • Nachblutungen aus der Nase (selten)
  • Infektionen der Weichteile, der Knorpel und des Knochens (selten)
  • Verletzungen sind extrem selten!
    • der Riechnerven (→ Dysosmie/Riechstörungen)
    • des Gefühlsnervs (→ Gefühl der Pelzigkeit im Bereich der Wangen)
    • des Tränenkanals (→ Augentränen)
    • der Schädelbasis mit Austritt von Liquor (Hirnwasser)
  • Eingepflanzter Knorpel kann sich verbiegen oder vom Körper abgebaut werden
  • Bei Korrektur des Nasenseptums (Nasenscheidenwand) kann es später zu einer erneuten Nasenseptumdeviation (Nasenscheidewandverkrümmung) kommen; gelegentlich ist auch eine Septumperforation (Loch) möglich, was zu einer Verbindung der rechten und linken Nasenhaupthöhle führt, mit der Folge eines Pfeifgeräusches beim Atmen
  • Bei Korrekturen am Knochen sind Zahnschäden möglich (selten)
  • Wie nach jedem operativen Eingriff kann es zu einer Thrombose (Blutgerinnsel in einem Gefäß) kommen, mit der möglichen Folge einer Embolie (Verschluss eines Blutgefäßes) und damit einer Lungenembolie (Lebensmgefahr).
  • Durch die Verwendung von elektrischen Geräten (z. B. Elektrokoagulation) kann es zu Kriechströmen kommen, die zu Haut- und Gewebeschäden führen können.
  • Durch die Lagerung auf dem Operationstisch kann es zu Lagerungsschäden (z. B. Druckschäden an Weichteilen oder auch an Nerven, mit der Folge von Empfindungsstörungen kommen; in seltenen Fällen dadurch auch zu Paresen des betroffenen Gliedes).
  • Bei Überempfindlichkeit bzw. Allergien (z. B. Betäubungs-/Narkosemittel, Medikamente etc.) kann es vorübergehend zu folgenden Beschwerden kommen: Schwellung, Hautausschlag, Juckreiz, Niesen, tränende Augen, Schwindel oder Erbrechen.
  • Bei Verwendung von Lokalanästhetika (örtliche Betäubung) im Gesichtsbereich ist in extrem seltenen Fällen ein Verschluss zentraler Sehnervgefäße und infolgedessen eine Sehverschlechterung bis zum Verlust der Sehfähigkeit möglich.
  • Infektionen, nach denen schwere lebensbedrohliche Komplikationen betreffend Herz, Kreislauf, Atmung etc. auftreten, sind sehr selten. Ebenso sind bleibende Schäden (z. B. Lähmungen) und lebensbedrohende Komplikationen (z. B. Sepsis/Blutvergiftung) nach Infektionen sehr selten.

Ihr Nutzen

Eine schöne, gerade Nase, die sich ästhetisch ins Gesicht einfügt, stärkt Selbstvertrauen und Ausstrahlung und Sie werden wieder voller Freude durchs Leben gehen können.

Literatur

  1. S2k-Leitlinie: Formstörungen der inneren und / oder äußeren Nase (mit funktioneller und/oder relevanter ästhetischer Beeinträchtigung). AWMF-Register Nr. 017/070 Stand: 01/2016

     
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