www.dgf-tv.de
Medikamentöse Therapie
Chronische Niereninsuffizienz – chronische Nierenschwäche

Um die Niereninsuffizienz am Fortschreiten zu hindern, muss die jeweils vorliegende Grunderkrankung behandelt werden

Folgende Medikamente – 1. Ordnung (Hauptindikation) – werden symptomatisch eingesetzt

  • Antihypertensiva
  • Antidiabetika

Antihypertensiva sind blutdrucksenkende Medikamente. Sie werden in verschiedene Klassen eingeteilt

  • Beta-Blocker
  • ACE-Hemmer
  • Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten
  • Kalziumkanalblocker
  • Diuretika

Beta-Blocker

Beta-Blocker sind Medikamente gegen Hypertonie. Sie konkurrieren mit adrenergen Substanzen wie Sympathomimetika (Katecholamine und ihre Derivate) − Stoffe, die den Kreislauf stimulieren− an den Beta-Rezeptoren und führen so dazu, dass das Herz inotrop (die Schlagkraft des Herzens wird vermindert) und chronotrop (die Herzschlagabfolge wird verlangsamt) schlägt.
Sie sind Medikamente der ersten Wahl bei der koronaren Herzkrankheit (KHK) zusammen mit den ACE-Hemmern. Vertreter dieser Gruppe sind Metoprolol und Bisoprolol. Nicht eingesetzt werden dürfen sie vor allem bei einer Bradykardie (Herzfrequenz
< 50 Schläge pro Minute) und beim Asthma bronchiale.

ACE-Hemmer

ACE-Hemmer sind Medikamente, die das Angiotensin-Converting-Enzym hemmen. Angiotensin ist ein Hormon, welches stark vasokonstriktorisch – gefäßverengend – und antinatriuretisch – die Natriumausscheidung mit dem Urin vermindert – wirkt und somit den Blutdruck steigert. Durch die ACE-Hemmer wird die Umwandlung zur wirksamen Form gehemmt. Somit sinkt der Blutdruck. Zu dieser Gruppe zählen unter anderem Captopril und Ramipril.

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

Die sogenannten Sartane konkurrieren mit Angiotensin um Rezeptoren und führen somit zu einer Blutdrucksenkung. Der Wirkungsmechanismus ähnelt dem der ACE-Hemmer. Bekannte Wirkstoffe aus dieser Gruppe sind Losartan und Candesartan.

Kalziumkanalblocker

Kalziumkanalblocker verringern den Kalziumeinstrom in die Zellen des Herzens und der glatten Muskulatur. Dadurch wird die Herzarbeit und der Blutdruck gesenkt. Der bekannteste Vertreter dieser Gruppe ist Verapamil.

Antidiabetika

Orale Antidiabetika werden eingesetzt, um die Insulin-Sekretion zu steigern oder die Resistenz zu vermindern. Sie werden ausschließlich beim Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt, da bei dieser Form lediglich ein relativer Insulinmangel vorliegt. Zu den bekanntesten oralen Antidiabetika zählen Metformin und Glibenclamid.
Neben den oralen Antidiabetika gibt es noch das Insulin. Es wird grundsätzlich beim Diabetes mellitus Typ 1 eingesetzt, da es sich bei dieser Erkrankung um einen absoluten Insulinmangel handelt. Beim Diabetes mellitus Typ 2 wird es verordnet, wenn die Umstellung des Lebensstils und die oralen Antidiabetika nicht mehr ausreichen, den Insulinmangel auszugleichen.


     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
Suchen im
Gesundheits-Lexikon

 
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
 
Anzeige EU-CELL Vitalstoffe - Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und vieles mehr - Ein Geschenk für das Leben
ArztOnline.jpg
 
DocMedicus                          
Gesundheitsportal

Unsere Partner EUSANA - Ihr Gesundheitsportal für Prävention- und Anti-Aging-Medizin