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Risikofaktoren
Nierenbeckenentzündung - Pyelonephritis

Biographische – unveränderbare – Risikofaktoren

  • Alter – Säuglinge, Kleinkinder und ältere Personen über 60 Jahre sind häufiger betroffen
  • Anatomische Besonderheiten – beispielsweise Hufeisenniere, doppelte Harnleiteranlage, Zystennieren
  • Schwangerschaft

Modifizierbare – durch das Verhalten veränderbare – Risikofaktoren

  • Sexuelle Aktivität – durch Geschlechtsverkehr können Bakterien in die Blase gelangen und eine Entzündung verursachen. Eine Miktion – Wasserlassen – nach dem Geschlechtsverkehr kann das Risiko vermindern, da hierdurch evtl. vorhandene Bakterien wieder ausgespült werden

Behandelbare Risikofaktoren – Erkrankungen

  • Diabetes mellitus
  • Gicht
  • Benigne Prostatahyperplasie (gutartige Prostatavergrößerung)
  • Zystitis (Harnblasenentzündung)
  • HIV-Erkrankung
  • Sichelzellenerkrankung
  • Immundefekt mit einhergehender Abwehrschwäche
  • Chronische Darmentzündungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn – können über den Blutweg (hämatogen) auch zu einer Pyelonephritis führen
  • Tumorerkrankungen
  • Plasmozytom  (Multiples Myelom) bösartige Tumorerkrankung aus der Gruppe der Non-Hodgkin-Lymphome. Sein Ursprung liegt wie bei allen Lymphomen im lymphatischen Gewebe; viele (multiple) vom Knochenmark ausgehende Tumoren (Myelome)
  • Harnröhrenstrikturen – Verengungen der Harnröhre
  • Urolithiasis (Harnsteine)
  • Neurogene Blasenentleerungsstörungen, z. B. aufgrund Multipler Sklerose oder Querschnittslähmung

Medikamente

  • Kortikosteroide – führen bei längerer Anwendung zu einer Unterdrückung des Immunsystems
  • Schmerzmittel, welche die Nieren schädigen können, wie z. B. Phenacetin

Chemotherapien und Strahlentherapien

  • Diese können zu einer Schwächung des Immunsystems führen

Sonstige Risikofaktoren

  • Dauerkatheterversorgung
  • Andere instrumentelle urologische Eingriffe, welche mit einer Keimverschleppung verbunden sein können
     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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