Reduktionsdiäten

Eine Reduktionsdiät zielt auf die Reduktion des Körpergewichts. Es gibt zahlreiche Reduktionsdiäten, die sich in ihren Methoden teilweise erheblich voneinander unterscheiden. Die ernährungsphysiologische Beurteilung dieser muss allerdings im Einzelnen sehr differenziert erfolgen, da die Begründungen von wissenschaftlich fundiert über vertretbar bis hin zu unsinnig oder sogar gefährlich reichen. Hauptziel jeder seriösen Reduktionsdiät muss die langfristige Umstellung des Ernährungsverhaltens sein. Zur Minimierung der Gefahr des Weight Cycling sollte die Gewichtsabnahme im Durchschnitt nicht mehr als 0,5 kg pro Woche betragen. Weitere Grundregeln empfehlenswerter Reduktionsdiäten zur dauerhaften Verminderung eines erhöhten Körpergewichtes sind:

  • Formulierung des Wunschgewichtes als Ziel
  • Erlernen des genussvollen und angstfreien Umgangs mit dem Essen
  • Kalorienaufnahme entsprechend des Grundbedarfes (mind. 1.200 kcal/d)
  • Energiereduzierte, fettarme, kohlenhydrat- und ballaststoffreiche Kost
  • Proteinzufuhr in ausreichender Quantität (0,8 g/kg KG/d) und Qualität
  • Fettanteil der Nahrung von ca. 30 % Energie und PS Quotient: > 1 (=  gesättigten Fettsäuren zugunsten einfach und mehrfach ungesättigter Fettsäuren einschränken)
  • Kohlenhydratanteil der Nahrung von mehr als 50 % Energie
  • Zufuhr von Supplementen (Nahrungsergänzungsmittel) zur Deckung des Vitamin- und Mineralstoffbedarfs
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (ca. 45 ml/kg KG/d)
  • Keinen oder nur wenig Alkohol
  • Führen von Ernährungsprotokollen zur Erfassung der Ernährungsgewohnheiten
  • Erwerbung von Ernährungswissen
  • Regelmäßige körperliche Aktivität. [1]

Die Reduktionsdiäten können in Fastenkuren bzw. extrem niedrigkalorische Kostformen, energiereduzierte Mischkostformen, Diäten mit extremen Nährstoffrelationen, Diäten mit niedrigem glykämischen Index, Blitzdiäten sowie Psychodiäten eingeteilt werden. Darüber hinaus existieren verschiedene Programme zur Körpergewichtsreduktion, die außer der Ernährung weitere Elemente, wie eine Bewegungs- und Verhaltenstherapie, enthalten. Alternative Ernährungsformen, wie die Hay´sche Trennkost und die Ernährung nach Ayurveda werden ebenfalls zur Gewichtsreduktion eingesetzt. [2]

Literatur

  1. Elmadfa I, Leitzmann C
    Ernährung des Menschen,
    4. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 2004
  2. Leitzmann C, Müller C, Michel P, Brehme U, Triebel T, Hahn A, Laube H.
    Ernährung in Prävention und Therapie – Ein Lehrbuch,
    3. Vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Hippokrates Verlag, Stuttgart, 2009
     
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