Primäre Obstipation tritt meist auf, wenn die Kolontransitzeit (Durchgangszeit durch den Darm) verlängert wird. Ursache ist dann meist eine Störung im Nervensystem des Darms.
Sekundäre Obstipation hat viele verschiedene Ursachen.
Biographische Ursachen
- Höheres Alter
- Weibliches Geschlecht
Verhaltensbedingte Ursachen
- Falsche Ernährung – wenige Ballaststoffe, zuviel Fett
- Körperliche Inaktivität
Krankheitsbedingte – behandelbare – Ursachen
- Amyloidose – Ablagerungen von verschiedenen Proteinen (Eiweißen) in den verschiedensten Organe, die zu schweren Erkrankungen führen
- Analfissur – Einrisse in der Schleimhaut des Anus (After)
- Analstriktur – Verengung des Anus
- Angstzustände
- Beckenbodensenkung
- Chagas-Krankheit – südamerikanische Infektionskrankheit, die durch einzellige Parasiten verursacht wird
- Darmischämie – Durchblutungsstörungen des Darmes
- Demenz
- Depressionen
- Diabetes mellitus
- Divertikulose – Ausstülpungen der Darmwand
- Essstörungen
- Hämorrhoiden
- Hyperparathyreoidismus (Nebenschilddrüsenüberfunktion)
- Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
- Kolonkarzinom (Dickdarmkrebs)
- Morbus Hirschsprung (Megacolon congenitum) – aufgeweiteter Dickdarm durch angeborene Nervenschädigung
- Morbus Parkinson
- Multiple Sklerose (MS) – neurologische Erkrankung, die bis zu Lähmungen und Spastiken führen kann
- Muskelerkrankungen
- Phäochromozytom - meist gutartiger Tumor, der überwiegend von der Nebenniere ausgeht und zu Bluthochdruckkrisen führen kann
- Porphyrie – erblicher Enzymdefekt, der die Blutbildung betrifft
- Progressive systemische Sklerose – schwerwiegende generalisierte Erkrankung, die sich in vielen Organen manifestiert
- Rektozele – Aussackung des Darms
- Rektumprolaps – Vorfall des Enddarms
- Reizdarmsyndrom
- Tumoren im zentralen Nervensystem
- Urämie (Harnvergiftung durch Nierenversagen)
- Verletzung des Rückenmarks
- Zerebralvenenthrombose – Blutpfropfbildung in den venösen Gefäßen des Gehirns
Labordiagnosen – Laborparameter, die als unabhängige Risikofaktoren gelten
- Hyperkalzämie – zu hohe Blutkalziumwerte
- Hypokaliämie – zu niedrige Blutkaliumwerte
Medikamente
- Antazida – säurebindende Medikamente wie Aluminiumhydroxid, die bei Magenulzera (Magengeschwüren) eingesetzt werden
- Anticholinergika – Medikamente wie Pirenzepin, die den Transmitter (Überträgerstoff) Acetylcholin hemmen
- Antidepressiva – Medikamente wie Amitriptylin, die bei Depressionen verordnet werden
- Antihypertensiva – Medikamente gegen Hypertonie (Bluthochdruck) wie beispielsweise Clonidin
- Antikonvulsiva – Medikamente wie Valproinsäure, die bei Epilepsie eingesetzt werden
- Anti-Parkinson-Medikamente
- Drogenmissbrauch
- Eisenpräparate – werden zur Therapie der Anämie (Blutarmut) eingesetzt
- Kontrazeptiva – Verhütungsmittel, die Gestagene enthalten wie
- Laxantien – Abführmittel
- Starke Schmerzmittel wie Morphium
Sonstige Ursachen
- Schwangerschaft












Arztsuche
Newsletter
Expertenrat
Ansprechpartner



