Zur Prävention der Refluxkrankheit muss insbesondere auf eine Reduktion der Risikofaktoren geachtet werden.
Modifizierbare – durch das Verhalten veränderbare – Risikofaktoren
- Zu üppige und zu fettreiche Mahlzeiten – je größer das Magenvolumen und je länger die Verweilzeit im Magen, desto größer das Risiko
- Adipositas (Übergewicht) – führt zur Aufweitung der unteren Thoraxapertur – Öffnung vom Brust- zum Bauchraum
- Übermäßiger Genussmittelkonsum – Kaffee, Alkohol, Tabak
- Genuss von Orangensaft, Minze
- Scharfe Gewürze
Behandelbare Risikofaktoren – Erkrankungen
- Refluxkrankheit
- Soorösophagitis – Speiseröhrenentzündung durch Candida albicans
- Erhöhte Produktion von Magensäure
- Verzögerte Magenentleerung
- Hiatushernie – krankhafter Durchtritt von Anteilen des Magens durch das Zwerchfell. Sie ist eine Sonderform der Zwerchfellhernie
- Verstopfung
- Speiseröhrenkrebs
- Magenkrebs
- Herzinfarkt
- Magenausgangsstenose – Verengung des Magenausgangs
- Gastroparese – Lähmung des Magens; kann beispielsweise beim Diabetes mellitus auftreten
- Zollinger-Ellison-Syndrom – Neubildung im Pankreas (Bauchspeicheldrüse), die gut- oder bösartig sein kann und vor allem Gastrin (regelt die Magensaftsekretion) produziert
- Sjögren-Syndrom – Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis, die vor allem durch die Insuffizienz der exokrinen Drüsen geprägt ist
- Sicca-Syndrom – Form des Sjögren-Syndroms (verringerte Sekretbildung in einer oder mehreren Drüsen)
- Sklerodermie – Kollagenose, das heißt Erkrankung des Bindegewebes, die zur Verhärtung des Bindegewebes führt
- Magenverweilsonde
Soweit möglich – Medikamente vermeiden beziehungsweise reduzieren
- Anticholinergika
- Relaxantien der glatten Muskulatur – alpha-adrenerge Substanzen, Aminophyllin, Nitrate, Kalziumkanal-Blocker, Phosphodiesterasehemmer einschließlich Sildenafil (Viagra®)












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