Bei der Leistenhernie (Hernia inguinalis) handelt es sich um die häufigste Form eines Eingeweidebruch.
Sie kommt beim Mann wesentlich häufiger vor als bei der Frau (8:1). Beim Mann liegt die Prävalenz bei circa zwei Prozent. Das bevorzugte Alter liegt im sechsten Lebensjahrzehnt und bei Säuglingen. Bei Frühgeborenen liegt die Prävalenz bei bis zu 25 %.
Man kann einen direkten und einen indirekten Leistenbruch unterscheiden, wobei mehr als 70 % zu den indirekten Hernien zählen. Direkte Hernien passieren im Gegensatz zu den indirekten Hernien nicht den Leistenkanal.
Indirekte Leistenhernien können angeboren oder erworben sein, direkte Hernien sind immer erworben.
Weiterhin kann man die Leistenhernie nach ihrer Größe unterscheiden
- Hernia incipiens – Vorwölbung des Bruchsackes in den Leistenkanal
- Hernia completa – Hernie mit Bruchsack am äußeren Leistenring
- Hernia scrotalis – Hernie mit Bruchsack im Skrotum (Hodensack)
- Hernia labialis – Hernie, die bis in die Labien (Schamlippen) reicht













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