Erbrechen tritt sowohl im Zuge von Vergiftungen und der Aufnahme verdorbener Lebensmittel als auch im Zusammenhang mit diversen Erkrankungen auf.
Erbrechen wird sowohl vom zentralen als auch vom autonomen Nervensystem reguliert und stellt bei der Aufnahme von verdorbenen Speisen und Giftstoffen eine Art Schutzmechanismus dar.
Auch das morgendliche Erbrechen während der Schwangerschaft tritt sehr häufig auf, die Ursache ist bislang noch nicht genau geklärt. Es wird angenommen, dass die hormonelle Umstellung ursächlich ist.
Das auf Schiffsreisen auftretende Erbrechen wird durch eine Störung im Gleichgewichtsorgan des Innenohres verursacht.
Im Rahmen von Erkrankungen tritt Erbrechen als eines von vielen Symptomen auf. Häufig handelt es sich um Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes.
Biographische Ursachen
- Genetische Belastungen durch Eltern, Großeltern
- Alter
- Geschlecht
- Hormonelle Faktoren
Verhaltensbedingte Ursachen
- Übermäßiger Alkoholkonsum
- Verdorbene Lebensmittel
- Psychogene Übelkeit – durch psychischen Stress verursacht
Krankheitsbedingte – behandelbare – Ursachen
- Anorexia nervosa (Magersucht)
- Appendizitis (Blinddarmentzündung)
- Arteria-mesenterica-superior-Syndrom – Verengung der den Darm versorgenden Gefäße
- Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht)
- Cholezystitis (Gallenblasenentzündung)
- Depression
- Diabetes mellitus
- Dünndarmobstruktion – Verengung des Dünndarms durch Entzündung, Tumor oder Fremdkörper
- Dickdarmobstruktion – Verengung des Dickdarms durch Entzündung, Tumor oder Fremdkörper
- Gallenkolik
- Gastroparese – Lähmung des Magens
- Hepatitis (Leberentzündung)
- Hirnabszesse
- Hirnblutungen
- Hirntumore
- Hydrozephalus (Wasserkopf)
- Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
- Hypertonie (Bluthochdruck)
- Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
- Hypotonie – niedriger Blutdruck
- Ketoazidose – Verschiebung der Säuren und Basen im Blut
- Labyrinthitis – Entzündung des Innenohres
- Leberversagen
- Magen-/ Darm-Infektionen
- Magenkarzinom (Magenkrebs)
- Myokardinfarkt (Herzinfarkt)
- Nebenniereninsuffizienz
- Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung)
- Reizmagen
- Seekrankheit
- Ulkus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
- Ulkus ventrikuli (Magengeschwür)
- Urämie (Harnvergiftung)
Medikamente
- Antiarrhythmika – Medikamente zur Therapie von Herzrhythmusstörungen wie beispielsweise Digoxin oder Adenosin
- Antibiotika – Medikamente zur Behandlung bakterieller Infektionen wie beispielsweise Penicillin oder Cephazolin
- Nicht-Steroidale-Antirheumatika – Schmerzmedikamente wie Ibuprofen oder Diclofenac
- Orale Antidiabetika – Medikamente zur Behandlung eines Diabetes mellitus – Zuckerkrankheit – wie zum Beispiel Glibenclamid oder Metformin
- Orale Antikonzeptiva – Medikamente zur Empfängnisverhütung wie beispielsweise Ethinylestradiol/Norgestrel
Röntgenstrahlen
- Bestrahlung bei Tumorerkrankungen
Chemotherapien
- Bei Tumorerkrankungen
Operationen
- Nach Operationen kann es durch verschiedene Medikamente, die zur Anästhesie verwendet werden, zur Übelkeit kommen
Umweltbelastungen – Intoxikationen
- Alkoholintoxikation (Vergiftung)
Sonstige Risikofaktoren
- Schwangerschaft












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