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Anamnese
Durchfall – Diarrhö

Die Anamnese – Krankengeschichte – stellt einen wichtigen Baustein in der Diagnostik der Diarrhoe dar

Familienanamnese

  • Gibt es in Ihrer Familie Personen mit Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes?

Soziale Anamnese

  • Haben Sie vermehrt Stress?
  • Waren Sie in letzter Zeit im Urlaub? In welchem Land?
  • Haben Sie in südlichen Ländern rohe Nahrungsmittel zu sich genommen?

Vegetative Anamnese

  • Wann hat der Durchfall begonnen? Besteht ein Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme?
  • Haben Sie auch Durchfall, wenn Sie nichts essen?
  • Haben Sie zusätzlich noch Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit/Erbrechen oder Fieber?
  • Wie groß ist die Stuhlmenge?
  • Wie häufig müssen Sie Stuhl absetzen?
  • Wie sieht der Stuhlgang aus? Sind Auflagerungen wie Blut, Schleim oder Eiter erkennbar?
  • Müssen Sie auch nachts Stuhl absetzen?
  • Haben Sie Schmerzen beim Stuhlgang?
  • Haben Sie Symptome wie Gewichtsverlust, Nachtschweiß oder Fieber bemerkt?
  • Liegt bei Ihnen eine Stuhlinkontinenz – Unfähigkeit, den Stuhl zurückzuhalten – vor?

Eigenanamnese inklusive Medikamentenanamnese

  • Vorerkrankungen
  • Operationen

Medikamentenanamnese

  • Alpha-Glukosidase-Inhibitoren – Medikamentengruppe, welche beim Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) eingesetzt werden
  • Antazida – Medikamente, die Magensäure binden
  • Antibiotika – Medikamente, die bei bakteriellen Infektionen eingesetzt werden wie Cefuroxim oder Clindamycin
  • Antihypertensiva – Medikamente, die den Blutdruck senken wie Metoprolol
  • Colchizin – Bestandteil der Herbstzeitlose; wird beim akuten Gichtanfall, aber auch als Zytostatikum eingesetzt
  • Colestyramin – Medikament, welches als Fettsenker eingesetzt wird
  • Digitalis (Antiarrhythmikum) – Medikament, welches bei Herzrhythmusstörungen eingesetzt wird
  • Laxantien – Mittel, die bei Obstipation (Verstopfung) eingenommen werden wie Bisacodyl
  • Nichtsteroidale Antirheumatika – Medikamente wie Diclofenac, die als Schmerzmittel eingesetzt werden
  • Prokinetika – Medikamente wie Metoclopramid, die die Magen-Darm-Motilität fördern
  • Prostaglandine – körpereigene Stoffe, die vielfältige Wirkungen haben und vor allem als Wehenmittel und bei der arteriellen Verschlusskrankheit eingesetzt werden
  • Theophyllin – Medikament, welches beim Asthma bronchiale und der COPD eingesetzt wird
  • Zytostatika – Medikamente wie Vincristin, die bei Krebserkrankungen eingesetzt werden
     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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