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Ursachen
Darmkrebs - kolorektales Karzinom

Die meisten kolorektalen Karzinome entstehen über Jahre aus Adenomen – so genannte Adenom-Karzinom-Sequenz. Eine Anhäufung von Veränderungen im Erbmaterial – Mutationen – sind dafür verantwortlich. Der Adenomgipfel tritt circa 10 Jahre vor Ausbruch eines Karzinoms auf. Mit zunehmender Größe des Adenoms nimmt auch das Risiko zu, an einem invasivem Karzinom zu erkranken. Die Ursachen der Genveränderungen, die schließlich für den Übergang einer normalen Darmschleimhautzelle in eine Krebszelle verantwortlich sind, lassen sich meist nicht genau identifizieren. Es handelt sich dabei um ein multifaktorielles Geschehen.

Man geht davon aus, dass 90 % der kolorektalen Karzinome sporadisch auftreten, während 10 % durch eine meist vererbte Keimbahnmutation verursacht sindfamiliäre adenomatöse Polyposis und HNPCC – hereditäres non-polyposis colorectal carcinoma oder auch Lynch-Syndrom (engl. CFS – cancer family syndrome).

Die FAPfamiliäre adenomatöse Polyposis – ist dadurch gekennzeichnet, dass im Darm unzählige Polypen auftreten. Diese entarten bei der FAP zu 100 %, meist schon im Alter zwischen 35 und 45 Jahren. 1 von 10.000 Menschen ist von dieser Erkrankung betroffen.

Bei Menschen mit einer unerkannten Veranlagung für HNPCC beträgt das Risiko einer Darmkrebserkrankung über 80 Prozent. Dieses Risiko lässt sich allerdings nicht durch das vermehrte Auftreten von Adenomen erkennen – die Kolonkarzinome entwickeln sich bei der HNPCC nicht auf dem Boden von Adenomen bzw. Polypen. Aufgrund dieser Tatsache ist ein intensiviertes Früherkennungsprogramm erforderlich. Meist wird diese Veranlagung erst vermutet, wenn auch Verwandte im jüngeren Alter am kolorektalen Karzinom erkrankt sind oder waren.

 

Folgende weitere Ursachen sind beim Darmkrebs von Bedeutung

Modifizierbare durch das Verhalten veränderbare – Ursachen

  • Ernährungungünstige Ernährungsgewohnheiten, z.B. zu fettreiche und faserarme Kost, zuviel rotes bzw. verarbeitetes Fleisch, beim Grillen entstehende Nitrosamine erhöhen das Risiko
  • Rauchen
  • Mangelnde körperliche Bewegung
  • Übermäßiger Alkoholgenuss

Behandelbare Erkrankungen

 

     
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