Nachfolgend Risikofaktoren, die mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Depression einhergehen.
Biographische – unveränderbare – Risikofaktoren
- Familiäre Disposition
- Geschlecht – während circa 25 % erwachsener Frauen an einer Depression erkranken, sind nur circa 10 % aller erwachsenen Männer betroffen – diese Unterschiede werden im mittleren und höheren Alter geringer; Suizidversuche sind bei Frauen häufiger als bei Männern; vollendete Suizide sind bei Männern, da sie gewaltsamere Methoden wählen, 2- bis 3-mal häufiger
Modifizierbare – durch das Verhalten veränderbare – Risikofaktoren
- Einsamkeit im Alter
Alte Menschen leiden zwar nicht häufiger an Depressionen als junge Menschen, allerdings sind die depressiven Phasen im Alter länger andauernd und werden häufiger falsch behandelt - Akute Belastungen und Lebenskrisen – Dauerstress
- Unter- und Fehlernährung
- Vitalstoff-Mangel
Behandelbare Risikofaktoren – Krankheiten
- Adipositas – bei einem BMI > 30 (Body-Mass-Index/Körpermassen-Index) ist die Prävalenz von Angststörungen und Depression doppelt so hoch
- Chronisch-obstruktive Lungenkrankheit (COPD) – jeder dritte Patient mit COPD hat Depressionen!
- Diabetes mellitus
- Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
- Hormonelle Imbalancen – prämenstruelles Syndrom (PMS), Geburt, Menopause, Andropause
(unter depressiven Männern, waren Männer mit erniedrigten Werten an freiem Testosteron dreimal häufiger vertreten als diejenigen mit normalen Testosteronwerten [1])
- Apoplex (Schlaganfall)
Literatur
- Almeida OP, Yeap BB, Hankey GJ, Jamrozik K, Flicker L.
Low free testosterone concentration as a potentially treatable cause of depressive symptoms in older men.
Arch Gen Psychiatry. 2008 Mar;65(3):283-9.












Arztsuche
Newsletter
Expertenrat
Ansprechpartner




