Ursachen
Vergiftungen (Intoxikationen)

Pathogenese (Krankheitsentstehung)

Die folgenden Vergiftungen sind häufig:

  • Alkohole (v. a. Ethanol (Äthanol); T51.-)
  • Anorganische Substanzen (T57.-)
  • Gase, Dämpfe, Rauche, nicht näher bezeichnet (T59.-)
  • Gifte, die mit der Nahrung aufgenommen werden (Pflanzen (v. a. Eisenhut), Pilze (Orellanus, Knollenblätterpilz) etc.; T61.-, T62.-)
  • Kohlenmonoxid (T58)
  • Kontakt zu giftigen Tieren (v.a. Insektenstiche; T63.-)
  • Lebensmittel (insbesondere Alkoholika)
  • Medikamente (T36.-T50.-):
    • Drogen* und biologisch aktive Substanzen:
      • T39: Analgetika (ca. 40 % 4-Aminophenol-Derivate wie z. B. Paracetamol; Acetylsalicylsäure; Opioide)
      • T40 Betäubungsmittel, Methadon, Halluzinogene (insbesondere Codein, Morphin)
      • T42 Hypnotika (ca. 50 % Benzodiazepine), Antiepiletika
      • T42.1 Iminostilbene (Carbamazepin)
      • T42.6Sonstige Antiepileptika, Sedativa und Hypnotika (Valproinsäure)
      • T43 Antidepressiva, Antipsychotika (Neuroleptika), psychotrope Substanzen (nicht klassifiziert)
      • T44.7 Beta-Rezeptorenblocker, anderenorts nicht klassifiziert
      • T46.0 Herzglykoside und Arzneimittel mit ähnlicher Wirkung (Digitalisglykoside)
      • T46.1 Calciumantagonisten
      • T50.9 Sonstige und nicht näher bezeichnete Arzneimittel, Drogen und biologisch aktive Substanzen – „Zahnungshilfen“ und andere OTC-Präparaten mit Benzocain → Methämoglobinämie
    • Psychische und Verhaltensstörungen infolge von akuten Intoxikationen mit:
      • F10.0 Alkohol (Ethanol)
      • F11.0 Opioide
      • F13.0 Hypnotika, Sedativa
      • F15.0 Stimulanzien
      • F19.0 multipler Substanzgebrauch
  • Metalle (T56.-)
  • Nikotin (T65.2)
  • Pestizide (T60.-)
  • Kosmetika

*Drogen im Sinne von Rauschmitteln werden unterteilt man in:

  • „Upper“; diese führen zu einer sympathomimetischen ("die Wirkung des Sympathikus nachahmend" ) Aktivierung und dienen dem Aufputschen, der Euphorisierung und Leistungssteigerung. Typische Vertreter sind: Kokain, Amphetamine und Amphetaminderivate wie Ecstasy
  • „Downer; diese führen zu einer zentralen Dämpfung und wirken sedierend (beruhigend) und euphorisierend. Typische Vertreter sind: Cannabis (Haschisch und Marihuana), Opiate/Opioide, γ-Hydroxybuttersäure (z. B. „Liquid Ecstasy“) oder Ersatzdrogen (γ-Hydroxybutyrolakton bzw. 1,4-Butandiol)
  • Halluzinogene. „Upper“ (Stimulanzien); diese haben häufig eine psychedelische Wirkung mit Bewusstseinserweiterung. Typische Vertreter sind: LSD (Lysergsäurediäthylamid/Lysergid) und Phencyclidin (z. B. „Angel Dust“). Des Weiteren dienen als Halluzinogene psilocybinhaltige Pilze wie Psilocybe semilanceata oder Nachtschattengewächse wie Brugmansia und Datura spp..

Die genaue Pathogenese richtet sich nach der Art der Vergiftung.

Ätiologie (Ursachen)

Verhaltensbedingte Ursachen

  • Genussmittelkonsum
    • Alkoholintoxikation
    • Shisha-Konsum (→ Kohlenmonoxid-Vergiftung; aufgenommene Menge an Kohlenmonoxid kann im Vergleich zum Zigaretten rauchen die zehnfache Dosis betragen)
  • Drogenkonsum
    • Drogen, nicht näher bezeichnet

Krankheitsbedingte Ursachen

Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde, die anderenorts nicht klassifiziert sind (R00-R99)   

  • Suizidalität (Selbstmordgefährdung)

Verletzungen, Vergiftungen und andere Folgen äußerer Ursachen (S00-T98)

  • Vergiftungen durch Arzneimittel, Drogen, biologisch aktive Substanzen
  • Vergiftungen durch vorwiegend nicht medizinisch verwendete Substanzen

Umweltbelastung – Intoxikationen (Vergiftungen)

  • Kohlenmonoxidvergiftung (Synonyme: CO-Vergiftung, CO-Intoxikation, Kohlenmonoxid-Vergiftung oder Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung)
     
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