- Genetische Belastungen – Asthma bronchiale tritt unzweifelhaft in familiärer Häufung auf. Das Risiko, an Asthma zu erkranken, steigt, wenn ein oder beide Elternteile an Asthma leiden, stark an. So ist zum Beispiel das Risiko erhöht, wenn bereits allergischer Heuschnupfen oder allergischer Hautausschlag in der Familie aufgetreten sind.
Modifizierbare – durch das Verhalten veränderbare – Risikofaktoren
- Übergewicht – Übergewichtige haben ein dreifach höheres Risiko an Asthma bronchiale zu erkranken. Übergewicht kann in der Lunge ein Gen aktivieren, das Entzündungen in der Lunge steuern kann.
- Rauchen und Passivrauchen
Bei mehr als 70 Prozent der Asthmapatienten ist ein Zusammenhang zwischen Rauchen und Asthma nachweisbar! Auch Kinder von rauchenden Eltern haben ein stark erhöhtes Asthmarisiko. - Körperliche Anstrengung
Tritt ein Asthmaanfall etwa fünf Minuten nach Beendigung einer körperlichen Belastung oder bei Belastung auf, spricht man vom anstrengungsbedingten Asthma. - Stress – unstrittig ist, dass emotionale (gefühlsbedingte) Faktoren den Verlauf der Krankheit wesentlich beeinflussen.
- Infektionen der Atemwege
Das infektbedingte Asthma bronchiale tritt erstmalig nach einem bronchopulmonalen Infekt auf. Sowohl virale als auch bakterielle Atemwegsinfektionen gelten als mögliche Auslöser. - Refluxösophagitis (Speiseröhrenentzündung)
Medikamente
- Asthma kann auch durch die Einnahme von Analgetika (Schmerzmittel) ausgelöst werden – analgetikabedingtes Asthma bronchiale. Dazu zählen z. B. ASS – Acetylsalicylsäure sowie andere Antiphlogistika – entzündungshemmende Medikamente, die in den Prostaglandinstoffwechsel eingreifen.
- Auch Beta-Blocker lösen häufig Asthmaanfälle aus!
Umweltbelastungen
- Allergene beim allergischen Asthma bronchiale
Dazu zählen unter anderem
- Pollen
- Haustaubmilbenkot
- Tierische Allergene
- Federn
- Schimmelpilzsporen
- Nahrungsmittelallergene
- Insekten-Allergene
- Berufsbedingte Exposition
In einigen Berufsgruppen tritt Asthma aufgrund von häufigem Kontakt mit allergisierenden, irritativen oder toxischen (giftigen) Substanzen gehäuft auf. Dieses sind z. B. Metallsalze – Platin, Chrom, Nickel –, Holz- und Pflanzenstäube, Industriechemikalien. Bekannt ist auch das so genannte Bäcker-Asthma, Pilzasthma und auch Menschen, die mit Isocyanaten arbeiten, leiden häufig an Asthma. - Aufhalten in einer luft- und umweltverschmutzten Umgebung (Smog, Ozon, Tabakrauch)
- Wiederholte Exposition gegenüber den auslösenden Allergenen (z.B. chloriertes Wasser in Schwimmbädern)
Chloriertes Wasser in Schwimmbädern erhöht das Risiko für Rhinitis allergica (Heuschnupfen) und kann bei Disposition die Anfallshäufigkeit bei Asthma bronchiale erhöhen. Die Ursache dafür ist wahrscheinlich, dass Chlorverbindungen die Barriere des Lungenepithels schädigen und dadurch das Eindringen von Allergenen erleichtern. Seit 1980 darf das Wasser in Schwimmbädern nach DIN-Norm höchstens 0,3 bis 0,6 mg/l freies und 0,2 mg/l gebundenes Chlor bei einem pH zwischen 6,5 und 7,6 enthalten. - Haushaltssprays – eindeutige Dosis-Wirkungs-Beziehung: Bei Personen, die mindestens einmal wöchentlich Haushaltssprays benutzten, war das Asthma-Risiko um die Hälfte höher als bei Teilnehmern, die darauf verzichteten; viermal pro Woche Einsatz von Haushaltssprays führte bereits zur Verdoppelung des Asthma-Risikos! [1]
Literatur
- Zock JP, Plana E, Jarvis D, Antó JM, Kromhout H, Kennedy SM, Künzli N, Villani S, Olivieri M, Torén K, Radon K, Sunyer J, Dahlman-Hoglund A, Norbäck D, Kogevinas M.
The use of household cleaning sprays and adult asthma: an international longitudinal study.
Am J Respir Crit Care Med. 2007 Oct 15;176(8):735-41. Epub 2007 Jun 21












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